Mindestens 20 Feuerwehrmänner sind bei einem Grossbrand und dem Einsturz eines 17-stöckigen Einkaufszentrums in Teheran ums Leben gekommen. Das sagte Bürgermeister Mohammed Bagher Ghalibaf am Donnerstag im Staatsfernsehen. Noch seien allerdings keine Leichen geborgen worden, präzisierte ein Feuerwehrsprecher.

Medienberichten zufolge wurden insgesamt 70 Menschen verletzt, 23 von ihnen mussten wegen Rauchvergiftungen in nahegelegene Spitäler eingeliefert werden.

Mangelnde Brandsicherheit war bekannt

Der Zusammenbruch war live im Fernsehen zu sehen, da Reporter bereits über den Grossbrand berichteten. Fernsehbilder zeigten, wie hohe Flammen aus den oberen Stockwerken des Gebäudes loderten, bevor es schliesslich am Donnerstagmorgen in sich zusammenstürzte. Zurück blieb ein Trümmerhaufen aus verbogenen Stahlträgern.

Ein Feuerwehrsprecher erklärte, die Behörden hätten die Hausverwaltung in der Vergangenheit mehrmals auf mangelnde Brandsicherheit hingewiesen. So hätten Feuerlöscher gefehlt, und in den Treppenhäusern sei Kleidung gelagert geworden.

(sda/gku/mbü)

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