Der US-Detailhändler Walmart verkauft keine Sturmgewehre mehr. Waffen wie die AR-15 würden nicht ins Herbstprogramm aufgenommen, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Grund sei eine schwache Nachfrage, eine Verbindung zu den jüngsten Amokläufen in den USA bestehe nicht. «Wir konzentrieren uns stattdessen auf Jagd- und Sportgewehre.»

Walmart ist der grösste Verkäufer von Schusswaffen und Munition in den USA. Von der Entscheidung hatte zuerst die Nachrichtenwebsite Quartz berichtet. Die Ankündigung erfolgte am selben Tag, als zwei US-Journalisten bei einem Interview vor laufender Kamera erschossen wurden.

Sturmgewehr mit möglichst viel Schuss

Schnellfeuerwaffen wurden immer wieder bei US-Amokläufen verwendet. Adam Lanza, der Amokläufer von Newtown, hatte eine AR-15 dabei. Wie auch James Holmes, der 2012 in einem Kino in Aurora, Colorado, ein Blutbad anrichtete.

Die AR-15 wurde von US-Ingenieur Eugene Stoner und der US-Firma Arma Lite entwickelt. Das Sturmgewehr wurde den Anforderungen der US-Streitkräfte an eine neue Art der individuellen Bewaffnung des Soldaten angepasst. Demnach besticht die Waffe eher mit einer hohen Kadenz (Feuergeschwindigkeit) und grossem Munitionsvorrat statt Präzision und Reichweite – eine Konsequenz aus dem Zweiten Weltkrieg und dem Koreakrieg.

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(sda/reuters/ise/me)