Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich besorgt gezeigt über das in der Karibik und in Mittelamerika grassierende Chikungunya-Fieber. Viele Länder der Region würden derzeit Fälle melden, sagte WHO-Chefin Margaret Chan.

«Die ganze Lage ist ernst», sagte Chan am Dienstag in der kubanischen Hauptstadt Havanna. Im vergangenen Dezember wurden nach WHO-Angaben die ersten Chikungunya-Erkrankungen auf dem amerikanischen Kontinent gemeldet. Besonders betroffen sind die Karibik und Mittelamerika.

Von Mücken übertragen

In der Region gibt es nach Angaben der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (OPS) inzwischen 5037 bestätigte Fälle. Bislang sind 21 Menschen in der Karibik an der Krankheit gestorben.

Auch in der Schweiz sind im ersten Halbjahr 15 Fälle registriert worden, wie das Bundesamt für Gesundheit mitteilte. Die Betroffenen wurden auf Reisen infiziert. Im Vorjahr waren im gleichen Zeitraum lediglich zwei Fälle aufgetreten.

Ähnlich wie das Dengue- wird das Chikungunya-Fieber von Mücken übertragen. Die in Asien und Afrika weit verbreitete Krankheit verursacht Muskel- und Gelenkschmerzen und kann bei geschwächten Patienten tödlich enden. Bislang gibt es weder wirksame Medikamente noch einen Impfstoff gegen das Fieber.

(sda/me/sim)