Die Staatsanwaltschaft in Bochum D untersucht Lieferungen von Quecksilber oder quecksilberhaltigem Abfall in die Schweiz. In diesem Zusammenhang hat die Berner Staatsanwaltschaft bei einer Firma im Kanton Bern Ermittlungen durchgeführt.

Die Berner Generalstaatsanwaltschaft bestätigte am Donnerstag auf Anfrage die Ermittlungen bei der Firma Batrec in Wimmis BE und schreibt, gegen die Batrec sei kein Verfahren hängig. Die Berner Ermittler seien im Rahmen eines Rechtshilfegesuchs der Bochumer Staatsanwaltschaft aktiv geworden.

Die Zeitschrift «Beobachter» hatte am Donnerstag auf ihrer Internetseite von Ermittlungen gegen eine deutsche Firma berichtet und geschrieben, rund 500 Tonnen reines Quecksilber seien nach Wimmis gebracht worden.

Batrec-Geschäftsführer bestätigt Materialerhalt

Batrec-Geschäftsführer Dieter Offenthaler bestätigte auf Anfrage, von der fraglichen deutschen Firma Material erhalten zu haben. Es gehe aber um quecksilberhaltige Abfälle, nicht um reines Quecksilber. Batrec habe den Berner Ermittlungsbehörden Unterlagen zur Verfügung gestellt. Für Batrec sei dieser Fall abgeschlossen.

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Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) gab am Donnerstag auf Anfrage bekannt, die fraglichen Importe seien gemäss internationalen und nationalen gesetzlichen Grundlagen geprüft und bewilligt worden.

(sda/vst)