Gleich drei Schweizer Städte haben am Wochenende gefeiert. In Bern lockte das erste Stadtfest seit 25 Jahren zehntausende Menschen an. Auch St. Gallen und Chur waren in den Händen von zehntausenden Festfreudigen. Alle drei Stadtfeste gingen friedlich über die Bühne.

Rund 120'000 Menschen besuchten laut den Organisatoren das Berner Stadtfest. Sie feierten in den westlichen Quartieren Bümpliz und Bethlehem eine friedliche Party. Bümpliz ist vor 1000 Jahren erstmals urkundlich erwähnt worden. Deshalb entschlossen sich die Behörden dazu, das Stadtfest für einmal nicht im Zentrum steigen zu lassen.

Über 60 Konzerte

Übers Wochenende gingen insgesamt mehr als 60 Konzerte über die Bühne. Die Berner Mundartrock-Dinosaurier von Span setzten nach drei Festtagen den Schlusspunkt mit ihrem Auftritt. Zu den Headlinern gehörten auch die Rapper der Chlyklass und Süperimmigrant Müslüm.

Auch unkonventionelle Veranstaltungen zogen das Publikum an, so ein Hochhausrennen über 271 Stufen. Daran nahmen mehrere Politikerinnen und Politiker teil, schliesslich sind im November Wahlen. Die Teilnehmer wurden für ihren Effort mit einem prächtigen Ausblick auf Bern belohnt.

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125'000 an St. Galler Fest

Die St. Gallerinnen und St. Galler feierten ihr Stadtfest in friedlicher Stimmung, wie die Organisatoren mitteilten. Insgesamt strömten am Freitag und Samstag 125'000 zu den verschiedenen Attraktionen. Abgesehen von einigen Rangeleien musste die Polizei nicht einschreiten. Bei einem Park wurden zwei Scheinwerfer eingeschlagen.

Der erstmalige Beizug einer Gastgemeinde - dieses Jahr Berneck - bewährte sich und soll fortgesetzt werden. Die Menge an Glasabfällen reduzierte sich, weil der Detailhandel in Zusammenarbeit mit der Brauerei Schützengarten auf Aludosen umgestellt hatte. Der Lärm hielt sich in der Grenze von 93 Dezibel.

80'000 feiern in Chur

Das 27. Churer Fest zog rund 80'000 Besucher und Besucherinnen an. Bei teils sonnigem Wetter und mehrheitlich friedlich genossen sie während drei Tagen auf über 30 Festplätzen Konzerte und Kulinarisches.

Die Stadtpolizei Chur musste wegen des Churer Fests 18 Mal ausrücken, unter anderem wegen Tätlichkeiten und Sachbeschädigungen, wie sie am Sonntag mitteilte. Die Rettung Chur musste 49 Personen behandeln. Im Vorjahr waren es mit 72 deutlich mehr gewesen.

(sda/chb)