Ein Zoo in Frankreich will sich die Notdurft seiner Tiere zunutze machen, um diese in Biogas umzuwandeln und damit Strom zu erzeugen. Auch Pflanzen sollen verarbeitet werden.

Die Anlage soll 2,3 Millionen Euro kosten und im Frühjahr 2014 einsatzbereit sein, wie der Zoo von Beauval am Freitag mitteilte. Ein Teil der gewonnenen Energie soll dazu verwendet werden, die Gehege verschiedener Tiere im Zoo zu beheizen, womit 40 Prozent der aktuellen Gasrechnung eingespart werden könnten. Der mit dem Biogas produzierte Strom soll nach Angaben des Zoos an den französischen Energieriesen EDF verkauft werden.

Unter anderem soll bei diesem Projekt auch der Mist der beiden aus China stammenden Pandabären Yuan Zi und Huan Huan verarbeitet werden, die seit letztem Jahr im Beauval-Zoo zu Hause sind.

Pandas gehören zu den bedrohtesten Tierarten der Erde. Nur 1600 Exemplare leben in China in freier Wildbahn, mehr als 300 weitere sind in Zoos und Tierparks untergebracht. Die Tiere fressen täglich 35 Kilogramm Bambus und scheiden rund 30 Kilo wieder aus. Damit stellen sie die idealen Kandidaten für diese Art von grünen Projekten dar.

(tke/sda)