Im Zoo der norddeutschen Stadt sind wegen Vogelgrippe alle Störche getötet worden. Zuvor war bei einem verendeten Storch das hochansteckende Virus H5N8 festgestellt worden, wie Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus am Donnerstag in Schwerin mitteilte.

Auch 23 Enten, die im selben Stallgebäude untergebracht waren, seien gekeult worden. «Ziel ist es, den Krisenherd auszuräumen und die Infektionskette zu unterbrechen», sagte der Minister. Von der Tötung aller Vögel im Zoo werde abgesehen, sofern es keine weiteren Nachweise des Virus gebe.

Rätselhafte Ansteckung

Es werden nun alle im Zoo gehaltenen Vögel untersucht, wie Direktor Udo Nagel sagte. Der Zoo hält etwa 500 Vögel, darunter sind 30 streng geschützte und seltene Arten wie Flamingos, aber auch heimische Seeadler. Auch Futtermittel und Einstreu werden untersucht.

«Es ist ein Rätsel, wie das Virus zu den Vögeln gekommen ist», sagte Nagel. Sämtliche Vögel im Zoo seien in Stallgebäuden oder überdachten Volieren untergebracht. Der infizierte Storch lebte seit 2011 in dem Tiergehege.

Virus auch bei Wildenten

Der Zoo wurde am Donnerstag geschlossen. An diesem Freitag soll das Areal rund um das sogenannte Darwineum wieder öffnen.

Erst am Mittwoch war im Norden Sachsen-Anhalts bei zwei Wildenten die Vogelgrippe nachgewiesen worden. Die Tiere waren am 31. Dezember im Zuge der Wildüberwachung geschossen worden.

(sda/gku)