Wegen eines Erdrutsches ist am früheren Freitagmorgen die Strasse durch die Schöllenen nicht oder nur eingeschränkt passierbar gewesen. Ab 10 Uhr konnte die Strasse von Göschenen und Andermatt wieder normal befahrbar werden.

Vor allem im Tessin und in der Westschweiz hat es am Donnerstag und in der Nacht auf Freitag stark geregnet. Im Kanton Uri verschüttete am frühen Morgen ein Erdrutsch die Strasse zwischen Göschenen und Andermatt.

Die Strasse war deshalb vorübergehend gar nicht passierbar, und auch der Busverkehr zwischen den beiden Orten wurde vorübergehend eingestellt, wie die SBB mitteilte. Kurz nach 7 Uhr konnte die Strasse eingeschränkt wieder geöffnet werden.

Besonders im Tessin

Besonders viel Regen bekam das Tessin ab, vor allem das Maggiatal und die Gotthardregion. Im Maggiatal wurden verbreitet Regenmengen von über 100 Litern registriert, wie MeteoGroup schrieb. In Airolo wurden 105 Liter gemessen, in Mosogno gar 126 Liter.

Das sei zwar viel, aber nicht aussergewöhnlich viel Niederschlag, sagte Gabriela Kaufmann, Meteorologin bei MeteoSchweiz, auf Anfrage. Ausgiebig geregnet hat es es laut ihren Aussagen auch im Gebiet zwischen Genfersee und Jura. Im Mittel fielen 30 bis 40 Liter Regen, lokal bis zu 60 Liter.

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Gewitter gab es nach Angaben der Wetterdienste vor allem im Süden. Auf den Bergen blies der Südwind in der Nacht nach Angaben von Kaufmann mit Böen von bis zu 120 Stundenkilometern auf dem Titlis und 130 Stundenkilometern auf dem Gütsch im Gotthardgebiet.

Föhn brach zusammen

Bevor der Föhn endgültig zusammenbrach, brachte er auch in Altdorf UR Böen von bis zu 90 Stundenkilometern und in Altenrhein SG mit 80 Stundenkilometern zu Stande.

Im Walliser Ort Montagnier riss ein wegen starken Gewittern und Schneeschmelze hoch gehender Bergbach zwei Holzbrücken mit. Ein Sprecher der Kantonspolizei bestätigte eine Meldung des Onlineportals 20minuten.ch. Schlamm und Schmutz hätten auch eine kleine Kapelle in Mitleidenschaft gezogen. Verletzt wurde niemand.
 

(sda/dbe/sim)