Meistgelesen

Das Ende der tiefen Hypozinsen
Eigentum

Die Zeit der ultrabilligen Immobilien-Finanzierung ist vorbei. Die Banken erhöhen die Preise für Hypothekarkredite wieder. Mehr...

VonPascal Meisser
21.05.2015
«Der Franken kehrt wieder zur Normalität zurück»
Zuflucht

Nach dem Mindestkurs-Aus schoss der Franken in die Höhe, die Volatilität im Devisenhandel nahm zu. Nun fassen die Investoren wieder Vertrauen in die Stabilität der Landeswährung. Mehr...

21.05.2015
«Schnitzel-Crash»: Der brisante Absturz deutscher Bonds
Anlage

So einen Absturz gab es selten: Anleihenkurse fielen innert zwei Wochen und erschütterten die Börsen weltweit. Das Besondere: Das Epizentrum lag dieses Mal in Deutschland. Das hat gravierende Folgen. Mehr...

VonFrank Stocker («Die Welt»)
21.05.2015
Debakel

Der Hamburger SV ist der älteste Verein der Bundesliga. Nun steht der Klub vor dem Abstieg. Für den in der Schweiz lebenden Investor Klaus-Michael Kühne droht der Fussball zum Millionengrab zu werden. Mehr...

VonCORINNA CLARA RÖTTKER
20.05.2015
 SBB und Migros lancieren Online-Offensive
Handel

Zusammen mit der Genossenschaft Migros Zürich plant die SBB einen neuen E-Commerce-Dienst. Mit an Bord ist auch die Postfinance-Tochter Twint. Mehr...

VonAndreas Güntert
20.05.2015
Starke Franken schreckt reiche Touristen ab
Tourismus

Bisher hofften Hoteliers, mit Luxus mehr reiche Reisende ins Land locken zu können. Das sollte die Folgen des starken Franken mildern. Jetzt zeigt eine Kof-Prognose: Reiche sind viel preissensibler. Mehr...

VonKaren Merkel
21.05.2015
Abschluss an Fachhochschule zahlt sich aus
Studie

Bildung lohnt sich: Absolventen von Fachhochschulen verdienen in Kaderfunktionen durchschnittlich 110'000 Franken. Der Grossteil ist mit dem erreichten Salär zufrieden. Mehr...

VonNorman Bandi
20.05.2015

Anzeige

MA, MSc, MAS oder (E)MBA: Wegweiser durch Master-Dschungel

Ein Master ist nicht gleich Master. Seit der Bologna-Reform gibt es einige gewichtige Unterschiede.

VonAdrian Sulzer *
27.04.2011

Seit Universitäten und Fachhochschulen hierzulande gleichermassen Master-Studiengänge anbieten, herrscht eine gewisse Verwirrung: Welcher Master darf es denn sein? Entscheidend dafür sind sowohl Vorbildung als auch Qualifikation, aber ebenso die persönliche fachliche Zielsetzung.

Man wird den Eindruck nicht los, dass das akademische Leben immer komplizierter wird. Es ist noch nicht lange her, als es nur eine Himmelsleiter gab, und die führte an einer Universität zum Lizenziat. In den letzten 20 Jahren wurde die höhere Bildung in der Schweiz kräftig durchgeschüttelt. Die Zeichen stehen auf Harmonisierung, geprägt durch die Bologna-Reform und das damit verbundene ECTS-Punktesystem. Europaweit harmonisiert lassen sich – wenigstens theoretisch – alle Studiengänge miteinander vergleichen. Mit der Bologna-Reform wurde auch der Inbegriff des Universitätsabschlusses hinfällig: Das Lizenziat. Es wurde abgelöst durch den neudeutschen Master.

Doch nicht überall, wo Master draufsteht, steckt dasselbe drin. Die Bezeichnung gilt für verschiedene Programmtypen, sodass erst die begriffliche Spezifikation Aufschluss über Art und Ausgestaltung eines Studiengangs gibt.
 

Grafik «Eintritte nach Hochschulen» anschauen

Für höhere Aufgaben qualifizieren

Zeit also, etwas Ordnung zu schaffen: Was früher das Lizenziat, ist heute für geisteswissenschaftliche Disziplinen der Master of Arts (MA) bzw. der Master of Science (MSc) für Naturwissenschaften und Wirtschaft. Andere Disziplinen haben eigene Titel (MLaw oder MMed). Doch alle bezeichnen konsekutive Master-Studiengänge, die direkt an das Bachelor-Studium anschliessen, zur akademischen Grundausbildung zählen und staatlich subventioniert sind. Ein konsekutiver Master hat vor allem zum Ziel, die wissenschaftlich ausgerichtete Grundausbildung zu vertiefen. Fachhochschulen und Universitäten bieten solche Programme an. Studierende von Universitäten schliessen in der Regel mit dem entsprechenden Master ab, während die meisten Studierenden von Fachhochschulen diese bereits nach dem abgeschlossenen Bachelor-Studium verlassen. Allerdings kehren viele Fachhochschulabsolventen nach einigen Jahren im Berufsleben zurück, um sich durch einen Master of Advanced Studies (MAS) für höhere Aufgaben zu qualifizieren. Auch der MAS ist ein eidgenössisch und international anerkannter Abschluss, der den Bologna-Richtlinien entspricht.

Er ist als berufsbegleitender Weiterbildungsstudiengang für gestandene Fachleute konzipiert. Die Studiengebühren sind deutlich höher als bei einem konsekutiven MA oder MSc, da ein MAS nicht subventioniert wird. Zwar bieten auch Universitäten MAS-Studiengänge an, doch der hohe Praxisbezug entspricht ideal dem Charakter von Fachhochschulen, wo Anwendungsorientierung vorherrscht.

Daher übersteigt die Zahl der dort angebotenen MAS diejenige der konsekutiven Studiengänge meist um ein Vielfaches: Womit wir beim nächsten Master angelangt sind, der allerdings nur für Wirtschaftshochschulen relevant ist, dem (Executive) Master of Business Administration, kurz (E)MBA. Dieser anspruchsvolle und intensive Lehrgang vermittelt in erster Linie Management- und Führungswissen, vertieft anhand realer Praxisfälle. Aufgrund der hohen beruflichen Qualifikation der Teilnehmenden geniesst auch das Knüpfen persönlicher Kontakte einen grossen Stellenwert. Viele Fachhochschulen und Universitäten haben ein (E)MBA, wobei der Studiengang meist das Flaggschiff der angebotenen Wirtschaftslehrgänge ist. Das liegt auch am hohen Renommee, das der Titel weltweit geniesst.
 

Es gibt beim Titel nur ein «anders»

Wer einen Master-Abschluss anstrebt, sollte sich also genau informieren. Bezüglich Titel gibt es kein «besser» oder «schlechter», sondern nur ein «anders». Und letztlich ist nicht der angestrebte Titel entscheidend, wichtiger sind Inhalt und Aufbau des Studiengangs sowie die Qualität des Instituts und der Dozierenden.
 

*Adrian Sulzer, stv. Leiter Kommunikation, ZHAW School of Management and Law (SML), Winterthur.

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Seit Universitäten und Fachhochschulen hierzulande gleichermassen Master-Studiengänge anbieten, herrscht eine gewisse Verwirrung: Welcher Master darf es denn sein? Entscheidend dafür sind sowohl Vorbildung als auch Qualifikation, aber ebenso die persönliche fachliche Zielsetzung.

Man wird den Eindruck nicht los, dass das akademische Leben immer komplizierter wird. Es ist noch nicht lange her, als es nur eine Himmelsleiter gab, und die führte an einer Universität zum Lizenziat. In den letzten 20 Jahren wurde die höhere Bildung in der Schweiz kräftig durchgeschüttelt. Die Zeichen stehen auf Harmonisierung, geprägt durch die Bologna-Reform und das damit verbundene ECTS-Punktesystem. Europaweit harmonisiert lassen sich – wenigstens theoretisch – alle Studiengänge miteinander vergleichen. Mit der Bologna-Reform wurde auch der Inbegriff des Universitätsabschlusses hinfällig: Das Lizenziat. Es wurde abgelöst durch den neudeutschen Master.

Doch nicht überall, wo Master draufsteht, steckt dasselbe drin. Die Bezeichnung gilt für verschiedene Programmtypen, sodass erst die begriffliche Spezifikation Aufschluss über Art und Ausgestaltung eines Studiengangs gibt.
 

Grafik «Eintritte nach Hochschulen» anschauen

Für höhere Aufgaben qualifizieren

Zeit also, etwas Ordnung zu schaffen: Was früher das Lizenziat, ist heute für geisteswissenschaftliche Disziplinen der Master of Arts (MA) bzw. der Master of Science (MSc) für Naturwissenschaften und Wirtschaft. Andere Disziplinen haben eigene Titel (MLaw oder MMed). Doch alle bezeichnen konsekutive Master-Studiengänge, die direkt an das Bachelor-Studium anschliessen, zur akademischen Grundausbildung zählen und staatlich subventioniert sind. Ein konsekutiver Master hat vor allem zum Ziel, die wissenschaftlich ausgerichtete Grundausbildung zu vertiefen. Fachhochschulen und Universitäten bieten solche Programme an. Studierende von Universitäten schliessen in der Regel mit dem entsprechenden Master ab, während die meisten Studierenden von Fachhochschulen diese bereits nach dem abgeschlossenen Bachelor-Studium verlassen. Allerdings kehren viele Fachhochschulabsolventen nach einigen Jahren im Berufsleben zurück, um sich durch einen Master of Advanced Studies (MAS) für höhere Aufgaben zu qualifizieren. Auch der MAS ist ein eidgenössisch und international anerkannter Abschluss, der den Bologna-Richtlinien entspricht.

Er ist als berufsbegleitender Weiterbildungsstudiengang für gestandene Fachleute konzipiert. Die Studiengebühren sind deutlich höher als bei einem konsekutiven MA oder MSc, da ein MAS nicht subventioniert wird. Zwar bieten auch Universitäten MAS-Studiengänge an, doch der hohe Praxisbezug entspricht ideal dem Charakter von Fachhochschulen, wo Anwendungsorientierung vorherrscht.

Daher übersteigt die Zahl der dort angebotenen MAS diejenige der konsekutiven Studiengänge meist um ein Vielfaches: Womit wir beim nächsten Master angelangt sind, der allerdings nur für Wirtschaftshochschulen relevant ist, dem (Executive) Master of Business Administration, kurz (E)MBA. Dieser anspruchsvolle und intensive Lehrgang vermittelt in erster Linie Management- und Führungswissen, vertieft anhand realer Praxisfälle. Aufgrund der hohen beruflichen Qualifikation der Teilnehmenden geniesst auch das Knüpfen persönlicher Kontakte einen grossen Stellenwert. Viele Fachhochschulen und Universitäten haben ein (E)MBA, wobei der Studiengang meist das Flaggschiff der angebotenen Wirtschaftslehrgänge ist. Das liegt auch am hohen Renommee, das der Titel weltweit geniesst.
 

Es gibt beim Titel nur ein «anders»

Wer einen Master-Abschluss anstrebt, sollte sich also genau informieren. Bezüglich Titel gibt es kein «besser» oder «schlechter», sondern nur ein «anders». Und letztlich ist nicht der angestrebte Titel entscheidend, wichtiger sind Inhalt und Aufbau des Studiengangs sowie die Qualität des Instituts und der Dozierenden.
 

*Adrian Sulzer, stv. Leiter Kommunikation, ZHAW School of Management and Law (SML), Winterthur.

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      
 

US-Botschafterin sieht Ende des Steuerstreits. Mehr

Abschluss an Fachhochschule zahlt sich aus. Mehr

SBB und Migros lancieren Online-Offensive. Mehr

Bank Notenstein findet Kunden mit US-Bezug. Mehr

Bill Clinton: 840'000 Dollar von der UBS. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...