Wechsel der Woche: Thomas Wildberger ist der neue CCO bei Publicis Communications Schweiz

Thomas Wildberger (39) startet diese Woche als neuer Chief Creative Officer (CCO) bei Publicis Communications Schweiz, Zürich.

03.05.2012

Der Schweizer Top-Kreative kehrt damit nach 16 Jahren aus Deutschland zurück nach Zürich. Wildberger begann seine Karriere bei Matter Galbucci Leo Burnett und entschloss sich im Jahr 1996 zum Schritt in den deutschen Markt. Dort war er für Jung von Matt, Hamburg, sowie Springer & Jacoby, ebenfalls Hamburg, tätig. 2002 machte sich Wildberger selbstständig und gründete zusammen mit Alex Römer ein reines Text-Text-Freelance-Team und später die Römer Wildberger Werbeagentur GmbH, Berlin. Wildberger ist Mitglied im Art ­Directors Club Schweiz, im Art Directors Club Deutschland sowie Dozent an der Miami Ad School in Berlin und hat im Laufe seiner Karriere eine Vielzahl an Preisen bei relevanten Wettbewerben gewonnen.

Sind Sie abergläubisch? Ausgerechnet Ihre Koffer gingen, kurz vor Ihrem Arbeitsantritt in Zürich, auf dem Flug von Deutschland in die Schweiz verloren...
Thomas Wildberger:
Aberglaube ist ein Kind der Furcht, wie schon der Alte Fritz zu sagen pflegte. Von daher mache ich mir darüber keine Gedanken, sondern habe mich gefreut, dass die Koffer nach ein paar Tagen eingetrudelt sind. Im Übrigen trage ich das Wichtigste ohnehin immer bei mir: Mein Gehirn.

Was nehmen Sie – bezogen auf Ihre ­berufliche Karriere – nach 16 Jahren Deutschland mit zurück in die Schweiz?
Ein riesiges Netzwerk an ­Kontakten zu Kreativen, Strategen, Kunden und Beratern. Ausserdem: Perfektes Hochdeutsch, was in Zürich ja nicht schaden kann.

...und was lassen Sie in Berlin zurück?
Die Berliner Patzigkeit, die man nur als Tourist lustig findet.

Sie wissen um die Animositäten zwischen der Schweiz und Deutschland. Wie würden Sie für die deutschen Anliegen in der Schweiz Werbung betreiben?
Wir schalten einen Spot. Er zeigt Josef Ackermann in Frankfurt, Arthur Cohn in Hollywood und Anton Mosimann in London. Dazu steht: Wir machen doch auch im Ausland Karriere. Talente herzlich willkommen. Ihre Schweiz. Die Schweiz muss gegenüber Talenten jeglicher Nationalität offen bleiben, um davon zu profitie­ren. Hollywood wäre heute nicht Hollywood, hätten die USA nicht die unterschiedlichsten Einwanderer in ihr Land gelassen, welche sich dort verwirklichen konnten.

Die politische Verstimmung zwischen Deutschland und der Schweiz dreht sich um Geld. Wie wichtig ist Ihnen Geld?
Liebe ist unbezahlbar. Für ­alles andere gibt es Geld.

Wie sind Sie zum neuen Job gekommen?
Durch einen sehr guten Head­hunter namens Ralph Grosse. Vielen Dank nochmals, Ralph!

Was langweilt Sie?
Routine.

Welches Buch hat Sie beeindruckt?
«Die Glut». Von Sándor Márai. Und Martin Suters Business-Class-Geschichte «Begegnung auf der Bahnhofstrasse». Meiner Meinung nach die lustigste.

Was stimmt Sie traurig?
Wenn Frauen weinen.

Was würden Sie gerne erfinden?
Die eierlegende Wollmilchsau.

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung ausserhalb der Arbeit?
Fussball. Während meiner ganzen Zeit in Deutschland habe ich nie, nie, niemals den FCZ aus den Augen verloren.

Wie wohnen Sie künftig in der Schweiz?
Ich suche noch. Wer also eine schöne, 120 Quadratmeter grosse Wohnung im Grünen, in Stadt- und Seenähe weiss, schreibe doch bitte an thomas.wildberger@publicis.ch. Bestimmt werde ich mich vor Angeboten nicht retten können.

Was für ein Auto fahren Sie?
Ich habe seit fünf Jahren kein Auto mehr und denke jetzt über einen ­Hybrid nach.

Wie lautet Ihr Alltagsmotto?
Born to be Wildberger.

Was treibt Sie derzeit am meisten an?
Mein Alltagsmotto.

Was ist Ihre grösste Sorge?
Dass es am Ende keinen Sinn gemacht hat, dass ich gelebt habe.

Können Sie kochen?
Ja, ich habe ein paar Gerichte drauf.

Welchen Traum wollen Sie sich erfüllen?
Ich würde sehr gerne Klaus Kleber vom ZDF treffen. Ich halte ihn für einen der besten Journalisten im deutschsprachigen Raum.

Welche Fähigkeiten besässen Sie gerne?
Ich würde sehr gerne Klavier spielen können. Und wenns nur die ­«Pathétique» aus der Mondscheinsonate wäre.

Welches Musikstück würden Sie als persönliche Hymne wählen?
Wahrscheinlich den Song, der in der Wiedergabeliste meines iTunes die höchste Zahl hat. Das ist – Stand heute – «The Gift» von INXS.

 

Steckbrief

Name: Thomas Wildberger

Geboren: 19. Dezember 1973

Zivilstand: In wilder Ehe lebend

Wohnort: Zürich

Ausbildung: Kaufmännische Lehre bei Migros Genossenschaft Zürich, Zürich

Bisherige Funktion: Inhaber und Geschäftsführer bei Römer Wildberger Werbeagentur GmbH, Berlin

Neue Funktion: Chief Creative Officer, Publicis ­Communications Schweiz AG, Zürich

Diskussion
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Der Schweizer Top-Kreative kehrt damit nach 16 Jahren aus Deutschland zurück nach Zürich. Wildberger begann seine Karriere bei Matter Galbucci Leo Burnett und entschloss sich im Jahr 1996 zum Schritt in den deutschen Markt. Dort war er für Jung von Matt, Hamburg, sowie Springer & Jacoby, ebenfalls Hamburg, tätig. 2002 machte sich Wildberger selbstständig und gründete zusammen mit Alex Römer ein reines Text-Text-Freelance-Team und später die Römer Wildberger Werbeagentur GmbH, Berlin. Wildberger ist Mitglied im Art ­Directors Club Schweiz, im Art Directors Club Deutschland sowie Dozent an der Miami Ad School in Berlin und hat im Laufe seiner Karriere eine Vielzahl an Preisen bei relevanten Wettbewerben gewonnen.

Sind Sie abergläubisch? Ausgerechnet Ihre Koffer gingen, kurz vor Ihrem Arbeitsantritt in Zürich, auf dem Flug von Deutschland in die Schweiz verloren...
Thomas Wildberger:
Aberglaube ist ein Kind der Furcht, wie schon der Alte Fritz zu sagen pflegte. Von daher mache ich mir darüber keine Gedanken, sondern habe mich gefreut, dass die Koffer nach ein paar Tagen eingetrudelt sind. Im Übrigen trage ich das Wichtigste ohnehin immer bei mir: Mein Gehirn.

Was nehmen Sie – bezogen auf Ihre ­berufliche Karriere – nach 16 Jahren Deutschland mit zurück in die Schweiz?
Ein riesiges Netzwerk an ­Kontakten zu Kreativen, Strategen, Kunden und Beratern. Ausserdem: Perfektes Hochdeutsch, was in Zürich ja nicht schaden kann.

...und was lassen Sie in Berlin zurück?
Die Berliner Patzigkeit, die man nur als Tourist lustig findet.

Sie wissen um die Animositäten zwischen der Schweiz und Deutschland. Wie würden Sie für die deutschen Anliegen in der Schweiz Werbung betreiben?
Wir schalten einen Spot. Er zeigt Josef Ackermann in Frankfurt, Arthur Cohn in Hollywood und Anton Mosimann in London. Dazu steht: Wir machen doch auch im Ausland Karriere. Talente herzlich willkommen. Ihre Schweiz. Die Schweiz muss gegenüber Talenten jeglicher Nationalität offen bleiben, um davon zu profitie­ren. Hollywood wäre heute nicht Hollywood, hätten die USA nicht die unterschiedlichsten Einwanderer in ihr Land gelassen, welche sich dort verwirklichen konnten.

Die politische Verstimmung zwischen Deutschland und der Schweiz dreht sich um Geld. Wie wichtig ist Ihnen Geld?
Liebe ist unbezahlbar. Für ­alles andere gibt es Geld.

Wie sind Sie zum neuen Job gekommen?
Durch einen sehr guten Head­hunter namens Ralph Grosse. Vielen Dank nochmals, Ralph!

Was langweilt Sie?
Routine.

Welches Buch hat Sie beeindruckt?
«Die Glut». Von Sándor Márai. Und Martin Suters Business-Class-Geschichte «Begegnung auf der Bahnhofstrasse». Meiner Meinung nach die lustigste.

Was stimmt Sie traurig?
Wenn Frauen weinen.

Was würden Sie gerne erfinden?
Die eierlegende Wollmilchsau.

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung ausserhalb der Arbeit?
Fussball. Während meiner ganzen Zeit in Deutschland habe ich nie, nie, niemals den FCZ aus den Augen verloren.

Wie wohnen Sie künftig in der Schweiz?
Ich suche noch. Wer also eine schöne, 120 Quadratmeter grosse Wohnung im Grünen, in Stadt- und Seenähe weiss, schreibe doch bitte an thomas.wildberger@publicis.ch. Bestimmt werde ich mich vor Angeboten nicht retten können.

Was für ein Auto fahren Sie?
Ich habe seit fünf Jahren kein Auto mehr und denke jetzt über einen ­Hybrid nach.

Wie lautet Ihr Alltagsmotto?
Born to be Wildberger.

Was treibt Sie derzeit am meisten an?
Mein Alltagsmotto.

Was ist Ihre grösste Sorge?
Dass es am Ende keinen Sinn gemacht hat, dass ich gelebt habe.

Können Sie kochen?
Ja, ich habe ein paar Gerichte drauf.

Welchen Traum wollen Sie sich erfüllen?
Ich würde sehr gerne Klaus Kleber vom ZDF treffen. Ich halte ihn für einen der besten Journalisten im deutschsprachigen Raum.

Welche Fähigkeiten besässen Sie gerne?
Ich würde sehr gerne Klavier spielen können. Und wenns nur die ­«Pathétique» aus der Mondscheinsonate wäre.

Welches Musikstück würden Sie als persönliche Hymne wählen?
Wahrscheinlich den Song, der in der Wiedergabeliste meines iTunes die höchste Zahl hat. Das ist – Stand heute – «The Gift» von INXS.

 

Steckbrief

Name: Thomas Wildberger

Geboren: 19. Dezember 1973

Zivilstand: In wilder Ehe lebend

Wohnort: Zürich

Ausbildung: Kaufmännische Lehre bei Migros Genossenschaft Zürich, Zürich

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Neue Funktion: Chief Creative Officer, Publicis ­Communications Schweiz AG, Zürich

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