Die Zusagen des weltgrössten Online-Händlers Amazon in einem EU-Verfahren um möglichen Missbrauch seiner Marktmacht sind nun rechtsverbindlich. Dem Unternehmen wurde unter anderem vorgeworfen, nicht-öffentliche Geschäftsdaten von unabhängigen Händlern systematisch für das eigene Einzelhandelsgeschäft zu nutzen.

Amazon sicherte zu, dass etwa Daten besser vor der Nutzung durch Amazon geschützt werden sollen, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte. Ein Amazon-Sprecher sagte: «Wir freuen uns, dass wir die Bedenken der Europäischen Kommission ausgeräumt und diese Fragen geklärt haben.»

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Strafen bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes möglich

Amazon hatte die Zugeständnisse im Sommer angekündigt. Daraufhin hatte die EU-Kommission Rückmeldungen von Amazon-Rivalen eingeholt.

Die Wettbewerbshüter der EU hatten im Juli 2019 eine Untersuchung wegen möglicherweise illegaler Geschäftspraktiken eingeleitet. Dabei gehen sie vor allem der Frage nach, ob der Konzern auf unfaire Weise mit anderen Händlern konkurriert, die seine Plattform nutzen. Verstösst Amazon gegen die nun getätigten Zusagen, können Strafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes der Firma fällig werden.

(awp/gku)