Meistgelesen

Mindestkurs: Finanz-Schwergewichte schlachten die heilige Kuh
SNB-Kritik

Marktbeobachter und Pressevertreter lobten die Politik der Nationalbank, den Mindetskurs unbedingt zu verteidigen. Die Kritiker werden aber lauter. Unter ihnen sind mehrere namhafte Personen. Mehr...

10:41
Für risikofreudige Anleger bietet Russland eine dreifache Kursphantasie.
Aktien

Die Börse Moskau und der Rubel rauschten wochenlang ungebremst nach unten, doch Interventionen am Devisenmarkt haben nun den Turnerbund gebracht. Wie es weitergeht und worauf Anleger jetzt setzen. Mehr...

VonGeorg Pröbstl
20.12.2014
Ausblick: Das können Gold-Anleger für 2015 erwarten
Ausblick

Die vermeintlich sichere Anlage Gold hat in diesem Jahr enttäuscht. Selbst in der aktuellen Russland-Krise zeigt sich das Edelmetall unbeeindruckt. Was bringt das neue Jahr? Mehr...

VonAndrea Marthaler
19.12.2014
Sieben magere und sieben fette Jahre: 2015 bringt ein Happy End
Gastkolumne

Europa kann sich über vorteilhafte Wachstumsfaktoren freuen. Die Energiepreise und die Kapitalkosten sind niedrig, der Wechselkurs ist günstig. Für nächstes Jahr ist ein Happy End wahrscheinlich. Mehr...

VonSteen Jakobsen
20.12.2014
Credit Suisse hat sich mit «Lake Las Vegas» verzockt
Millionen-Busse

In New York errang die Schweizer Grossbank Credit Suisse noch einen Justizsieg. In Texas unterliegen sie nun dem klagenden US-Hedgefonds Highland Capital. Die Strafe: 28 Millionen Dollar. Mehr...

20.12.2014
Kunden abgezockt: Deutsche Telekom gebüsst
Strafgeld

Die US-Tochter der Deutschen Telekom wird von den amerikanischen Behörden mit 90 Millionen Dollar gebüsst. Die Deutschen sollen mit kostenpflichtigen SMS-Diensten betrogen haben. Mehr...

20.12.2014
Verkehr

SBB-Chef Andreas Meyer wehrt sich gegen den Vorwurf überquillender Züge. Er will Kunden dazu motivieren, vermehrt Züge ausserhalb der Stosszeiten zu verwenden. Das dürfte die Ticketpreise dämpfen. Mehr...

12:02

Anzeige

Die Chronik des Libor-Skandals Mehrere internationale Grossbanken haben über lange Zeit den Interbanken-Zinssatz manipuliert. «Libor-Gate» ist ein Finanzskandal von noch nicht (be)greifbarem Ausmass. Zum Dossier...

Deutsche Bank: 80 Millionen Bonus für einen Banker

Einen Bonus von 80 Millionen Euro soll die Deutsche Bank einem Investmentbanker für das Jahr 2008 genehmigt haben. Mittlerweile wird gegen den Mann wegen Libor-Manipulationen ermittelt.

13.02.2013

Die Deutsche Bank hat im Jahr 2009 einem einzelnen Investmentbanker einen Rekordbonus von 80 Millionen Euro für das zurückliegende Jahr genehmigt. Das berichtet der «Stern». Demnach sollte mit dieser Summe der Zinsspekulant Christian Bittar belohnt werden, gegen den inzwischen wegen der Manipulation des Referenzzinssatzes Libor ermittelt wird und den die Bank 2011 entlassen hat.

Zum Vergleich: Der damalige Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann habe zu seiner besten Zeit 14 Millionen Euro im Jahr verdient, Festgehalt plus Bonus, schreibt das Magazin. Für das Finanzkrisenjahr 2008 kassierte der Schweizer demnach 1,4 Millionen Euro - auf einen Bonus verzichtete er damals, wie alle anderen Vorstandsmitglieder auch.

Der Bonus-Anspruch von Bittar ergab sich laut «Stern»-Informationen aus einer vertraglichen Formel, nach der dem Investmentbanker ein fixer Prozentsatz der von ihm erzielten Spekulationsgewinne zustand.

Der Gewinn soll in einem Jahr 500 Millionen Euro betragen haben. Der Vorstand habe Anfang 2009 den Bonus-Anspruch akzeptiert und lediglich beschlossen, die Auszahlung über mehrere Jahre zu strecken. Als Bittar 2011 die Bank verlassen musste, wurden die letzten 40 Millionen Euro einbehalten, heisst es weiter.

Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte sich nicht zu dem konkreten Fall äussern. Der heutige Deutsche-Bank-Co-Chef Anshu Jain - in dessen Zuständigkeit die Zinsspekulationen damals fielen - erklärte laut der Nachrichtenagentur dpa im Januar 2013, derartige Vergütungsmodelle gebe es bei der Bank seit der Finanzkrise nicht mehr.

(tno/rcv)

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Die Deutsche Bank hat im Jahr 2009 einem einzelnen Investmentbanker einen Rekordbonus von 80 Millionen Euro für das zurückliegende Jahr genehmigt. Das berichtet der «Stern». Demnach sollte mit dieser Summe der Zinsspekulant Christian Bittar belohnt werden, gegen den inzwischen wegen der Manipulation des Referenzzinssatzes Libor ermittelt wird und den die Bank 2011 entlassen hat.

Zum Vergleich: Der damalige Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann habe zu seiner besten Zeit 14 Millionen Euro im Jahr verdient, Festgehalt plus Bonus, schreibt das Magazin. Für das Finanzkrisenjahr 2008 kassierte der Schweizer demnach 1,4 Millionen Euro - auf einen Bonus verzichtete er damals, wie alle anderen Vorstandsmitglieder auch.

Der Bonus-Anspruch von Bittar ergab sich laut «Stern»-Informationen aus einer vertraglichen Formel, nach der dem Investmentbanker ein fixer Prozentsatz der von ihm erzielten Spekulationsgewinne zustand.

Der Gewinn soll in einem Jahr 500 Millionen Euro betragen haben. Der Vorstand habe Anfang 2009 den Bonus-Anspruch akzeptiert und lediglich beschlossen, die Auszahlung über mehrere Jahre zu strecken. Als Bittar 2011 die Bank verlassen musste, wurden die letzten 40 Millionen Euro einbehalten, heisst es weiter.

Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte sich nicht zu dem konkreten Fall äussern. Der heutige Deutsche-Bank-Co-Chef Anshu Jain - in dessen Zuständigkeit die Zinsspekulationen damals fielen - erklärte laut der Nachrichtenagentur dpa im Januar 2013, derartige Vergütungsmodelle gebe es bei der Bank seit der Finanzkrise nicht mehr.

(tno/rcv)

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      
 

Börsenexperte Marc Faber: «Kurssturz um 30 Prozent». Mehr

Peter Spuhler ist Unternehmer des Jahres 2014. Mehr

«Geld ist ein untauglicher Indikator für Erfolg». Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...