Gefälschtes Schweizer Gold in New York aufgetaucht

Ein misstrauischer Käufer hat in New York einen Goldbarren aufgebohrt - und darin eine Überraschung gefunden. Der Barren trug die Prägung «Suisse».

19.09.2012

Ein bisher vertrauenswürdiger Händler hat in New York mehrere gefälschte Goldbarren verkauft. Dies berichtet der amerikanische Nachrichtensender Fox News. Die Barren, welche jeweils 10 Unzen (283 Gramm) wogen, waren laut dem Bericht ausgehöhlt und mit dem viel günstigeren Wolfram gefüllt worden.

Wolfram besitzt eine ähnliche Dichte wie Gold, die Barren wogen also annähernd so viel wie ein solider Goldbarren. Anstatt 18'000 Dollar waren sie allerdings lediglich etwa 3600 Dollar wert.

Schweizer Unternehmen betroffen

Die Goldbarren trugen einen Stempel der Schweizer Goldraffinerie Pamp SA. Diese ist ein Tochterunternehmen des Genfer Goldhandelunternehmens MKS (Switzerland). «Die Barren wurden nicht wie berichtet ausgehöhlt, sondern komplett gefälscht», erklärt Frederic Panizzutti, Global Head of Marketing and Sales der MKS Group gegenüber «Handelszeitung Online».

Ebensowenig wie Pamp die Barren produziert habe, habe die von Fox News genannte MKS-Tochter Manfra, Tordella & Brookes (MTB) diese verkauft. Damit widerspricht er dem eingangs zitierten Bericht. Laut Fox News waren die Barren erst nach dem Guss ausgehöhlt und anschliessend mit Wolfram gefüllt worden.

Die Qualität der Fälschungen konnte Panizzutti nur mit Vorbehalt beurteilen. Aufgrund der Fotos hält er die Fälschungen aber für erkennbar. Die in New York aufgetauchten Barren liegen laut Panizzutti zurzeit beim amerikanischen Geheimdienst, welcher der Sache nachgeht. Deshalb habe MKS selbst auch keine Möglichkeit, die Fälschungen in Augenschein zu nehmen. Panizzutti hielt aber fest, die Barren und insbesondere die Zertifikate seien «nicht leicht zu fälschen». Auch seien nicht ausschliesslich Barren der MKS-Tochterfirmen betroffen.

Misstrauischer Käufer deckte Fälschung auf

Ein Käufer, welcher schon zuvor Gerüchte über gefälschte Barren gehört hatte, hatte in New York einige der Goldbarren aufgebohrt. Anstatt auf massives Gold traf er auf ein «graues Metall». Der Barren wirkte authentisch, er trug prominent die Prägung «Suisse» und war mit Seriennummer und Zertifikat versehen.

Die von Fox News gezeigten Barren tragen den Stempel von Pamp SA, der Schweizer Raffinerietochter von MKS. MKS ist laut Angaben auf der eigenen Website ein Marktführer im globalen Goldhandel. Die im Handel tätige US-Tochter MTB gab gegenüber «Myfoxny.com» an, bereits das FBI und den Secret Service informiert zu haben.

(jev/tno/laf)

Sehen Sie hier den Bericht von Fox

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Ein bisher vertrauenswürdiger Händler hat in New York mehrere gefälschte Goldbarren verkauft. Dies berichtet der amerikanische Nachrichtensender Fox News. Die Barren, welche jeweils 10 Unzen (283 Gramm) wogen, waren laut dem Bericht ausgehöhlt und mit dem viel günstigeren Wolfram gefüllt worden.

Wolfram besitzt eine ähnliche Dichte wie Gold, die Barren wogen also annähernd so viel wie ein solider Goldbarren. Anstatt 18'000 Dollar waren sie allerdings lediglich etwa 3600 Dollar wert.

Schweizer Unternehmen betroffen

Die Goldbarren trugen einen Stempel der Schweizer Goldraffinerie Pamp SA. Diese ist ein Tochterunternehmen des Genfer Goldhandelunternehmens MKS (Switzerland). «Die Barren wurden nicht wie berichtet ausgehöhlt, sondern komplett gefälscht», erklärt Frederic Panizzutti, Global Head of Marketing and Sales der MKS Group gegenüber «Handelszeitung Online».

Ebensowenig wie Pamp die Barren produziert habe, habe die von Fox News genannte MKS-Tochter Manfra, Tordella & Brookes (MTB) diese verkauft. Damit widerspricht er dem eingangs zitierten Bericht. Laut Fox News waren die Barren erst nach dem Guss ausgehöhlt und anschliessend mit Wolfram gefüllt worden.

Die Qualität der Fälschungen konnte Panizzutti nur mit Vorbehalt beurteilen. Aufgrund der Fotos hält er die Fälschungen aber für erkennbar. Die in New York aufgetauchten Barren liegen laut Panizzutti zurzeit beim amerikanischen Geheimdienst, welcher der Sache nachgeht. Deshalb habe MKS selbst auch keine Möglichkeit, die Fälschungen in Augenschein zu nehmen. Panizzutti hielt aber fest, die Barren und insbesondere die Zertifikate seien «nicht leicht zu fälschen». Auch seien nicht ausschliesslich Barren der MKS-Tochterfirmen betroffen.

Misstrauischer Käufer deckte Fälschung auf

Ein Käufer, welcher schon zuvor Gerüchte über gefälschte Barren gehört hatte, hatte in New York einige der Goldbarren aufgebohrt. Anstatt auf massives Gold traf er auf ein «graues Metall». Der Barren wirkte authentisch, er trug prominent die Prägung «Suisse» und war mit Seriennummer und Zertifikat versehen.

Die von Fox News gezeigten Barren tragen den Stempel von Pamp SA, der Schweizer Raffinerietochter von MKS. MKS ist laut Angaben auf der eigenen Website ein Marktführer im globalen Goldhandel. Die im Handel tätige US-Tochter MTB gab gegenüber «Myfoxny.com» an, bereits das FBI und den Secret Service informiert zu haben.

(jev/tno/laf)

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