Nun gilt es ernst mit dem Stellenabbau. Am 9. Mai 2005 trat Valora-Konzernchef Peter Wüst im Verwaltungs- und Logistikzentrum Muttenz vor die Mitarbeiter und verkündete den Abbau von 200 Stellen, nachdem noch Anfang April an der Bilanzpressekonferenz von 100 bis 150 Jobs die Rede gewesen war. Auch ein Mitarbeiter des basellandschaftlichen Arbeitsamtes KIGA wohnte der Versammlung bei. Die Angestellten wurden aufgefordert, Vorschläge einzureichen, wie Entlassungen vermieden werden könnten.

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Zum Stellenabbau kommt es, weil das Grosshandelsgeschäft neu gebündelt wird. Der Pressegrosshandel wird in einer Division zusammengefasst. Künftig tritt Valora in drei Geschäftsfeldern auf: Kiosk, Pressegrosshandel und bei Markenartikeln mit Labels wie Kägi oder Roland. Von der «Verschlankung der Unternehmensorganisation», wie es offiziell heisst, ist vor allem der Standort Muttenz betroffen, in dem rund tausend Mitarbeiter beschäftigt werden. Nachdem das Valora-Management in den letzten Jahren zahlreiche Firmenteile wie Merkur Confiserien oder Messer Dolmetsch abgestossen hat, liegt das Hauptaugenmerk nun auf der Kostensenkung. Nach Jahren unbefriedigender Ergebnisse soll Valora Ende 2006 endlich fit getrimmt sein. CA