Elon Musk? Der Mann fasziniert. Der Milliardär wird als Pionier bezeichnet. Etwa mit seinen E-Autos oder mit seinen Weltraumflügen mit der eigenen Rakete. Mit völlig unorthodoxen Methoden sorgt der Tesla-Gründer und reichste Mensch der Welt immer wieder für Furore. Inzwischen scheint alles, was Musk anfasst, zu Gold zu werden. 

Georg Pröbstl ist Chefredaktor des Börsenbriefs Value-Depesche. Der Börsendienst ist auf substanzstarke unterbewertete Aktien mit guten Perspektiven aus Deutschland, Österreich und der Schweiz spezialisiert. Die jährliche Performance des Musterdepots seit Start im April 2010 beträgt +14,6 Prozent (DAX: +7,8 Prozent).

Transparenzhinweis: Der Autor berät Anlageprodukte. In diesem Beitrag besprochene Aktien können zum Anlageuniversum zählen.

Peter Thiel begeistert ebenfalls viele Anleger. Der Investor war ganz früh bei Facebook mit dabei und scheffelte mit seinen Beteiligungen viele Milliarden. Wenn Thiel bei einer Firma mitmischt, ist das für viele Anleger Auslöser dort auch einzusteigen.

Rock Tech – ist Musk mit an Bord?

Musk und Thiel zusammen? Die ziehen noch mehr Börsianer in ihren Bann. Und so wundert es nicht, dass die Aktie von Rock Tech Lithium in den letzten Tagen massiv klettern konnte. Seit Montag hatte sich der Kurs zwischenzeitlich fast verfünffacht! Ein Plus von 400 Prozent! Auslöser für den Schub am Montag war die Meldung über den Einstieg von Peter Thiel bei Rock Tech Lithium.

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Der Milliardär hat sich 5 Prozent des Unternehmens gesichert und hat eine Option auf weitere 5 Prozent. Ob Musk, wie gerüchteweise kolportiert wird, auch Interesse an Rock Tech Lithium hat, sei dahingestellt. Zu seinem Universum würde das Unternehmen aber auf jeden Fall sehr gut passen.

Der Bau einer Lithiumfabrik bietet enorme Phantasie

Rock Tech Lithium hatte sich ursprünglich auf die Exploration und den Abbau von Lithium fokussiert. Seit vergangenem Jahr aber steht die Erweiterung der Wertschöpfungskette auf der Agenda. Nicht mehr nur der Abbau von Lithiumoxid ist vorgesehen, sondern jetzt der Bau eines Konverters zur Umwandlung des Rohstoffs in das wertvollere Lithiumhydroxid.

Dieses Endprodukt ist ein wichtiger Bestandteil von Batterien der zweiten Generation für E-Autos. Die Nachfrage nach Lithiumhydroxid ist hoch und es könnte sogar zu einer Knappheit kommen. Denn kaum ein Autobauer, der nicht E-Autos in sein Programm aufnimmt oder sogar seine gesamte Flotte auf E-Mobilität umstellt.

Dann greifen auch Internetgiganten wie Baidu nach dem E-Auto. Die Chinesen wollen nämlich bald ihre eigenen E-Fahrzeuge herstellen. Dass die Nachfrage nach Lithium und dem weiterveredelten Lithiumhydroxid explodieren könnte, scheint nicht abwegig.

Lithiumfabriken derzeit nur in China

Dann das Problem mit den Konvertern: Derzeit gibt es solche Lithiumfabriken nur im Reich der Mitte. In Europa steht noch keine und auch nicht in Amerika. Rock Tech Lithium könnte mit dem Bau dieser Lithiumfabrik zum First Mover werden. Denn das Management des Rohstoffspezialisten will Ende 2021 den Bau eines Konverters auf den Weg bringen und diesen bereits 2023 in Betrieb nehmen.

Die Anlage soll in Deutschland an den Start gehen, wahrscheinlich in den neuen Bundesländern. 400 Millionen Euro kostet diese Anlage. Jeweils 150 Millionen sollen von Subventionen und Bankkrediten kommen, der Rest von Investorenseite oder aus einer Kapitalerhöhung.

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Nachdem sich die Bonität und der Kurs von Rock Tech Lithium nach dem Einstieg von Peter Thiel deutlich verbessert hat, könnte das Unternehmen die noch fehlenden 100 Millionen Euro möglicherweise ganz alleine stemmen. Die Kapitalerhöhung um geschätzt etwa 25 Prozent dürfte Ende 2021 kommen.

Da sind enorm hohe Gewinne drin…

Die Rechnung sieht dann folgendermassen aus: Bei einer geplanten Produktion von 24'000 Tonnen Lithiumhydroxid im Jahr würde Rock Tech bei einer Gewinnspanne von 5000 Euro je Tonne 120 Millionen Euro jährlich vor Zins und Steuern einsacken.

Nach Steuern könnten etwa 90 Millionen Euro hängen bleiben. Nach der erwarteten Kapitalerhöhung Ende 2021 wäre schon ab etwa 2024 bei Vollauslastung des Konverters ein Gewinn von mehr als 1,0 Euro je Aktie drin! Bei einer geschätzten Teillast von 60 bis 80 Prozent in 2023 könnte das Ergebnis je Anteil bei etwa 0,60 Euro liegen.

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… und die Aktie hat immer noch das Zeug zum Vervielfacher

Schon bei einem moderaten 10er- bis 15er-KGV wären dann ab 2024 Kurse zwischen 10 und 15 Euro vorstellbar. Der Kurs könnte aber deutlich höher sein. Mit erhöhter Nachfrage könnte Lithiumhydroxid ganz schnell wieder seine alten Hochs aus 2017 um 24'000 Dollar schaffen.

Dann würde Rock Tech je Tonne nicht 5000 Euro verdienen, sondern 15'000 Euro. Das Ergebnis je Aktie könnte in diesem Fall ab 2024 nicht bei etwa 1,10 Euro liegen, sondern bei 3,0 Euro oder mehr. Dazu kommt: Die KGVs im Sektor liegen nicht selten bei 30 und noch höher.

Schon in zwei bis drei Jahren könnte Rock Tech Lithium deshalb auch auf über 20 Euro steigen. Seit Erstbesprechung im Mai 2018 zu knapp 1,0 Euro hatte sich die Aktie bereits verfünffacht. Schon in wenigen Jahren könnte die Notierung aber nochmals auf das Fünffache steigen.

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Rock Tech Lithium Inc.

ISIN: CA 772 73P 201 7

Gewinn je Aktie 2021e: V.

KGV 2021e: -

Dividende/Rendite 2020e: -

EK je Aktie: 0,10 €

EK-Quote: 94,1%

KBV: 3,7 

Kurs/Ziel/Stopp: 3,65/5,80/2,40 €