Wie haben sich das Angebot und die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt in den letzten Monaten entwickelt?
Ursina Kubli: Wohnen bleibt das dominante Thema bei Schweizerinnen und Schweizern. Die Nachfrage ist überhaupt nicht abgeklungen. Speziell gilt dies für den Eigenheimbereich. Der Ansturm ist immer noch da. Doch auch im Mietwohnungsmarkt sieht man, dass Wohnen in der Pandemie noch einmal einen höheren Stellenwert erhalten hat. Die Nachfrage wird von der Angebotsseite nicht bedient. Im Eigenheimbereich ist die Neubautätigkeit sehr gering. Und bei Mietwohnungen wurde häufig am falschen Ort gebaut. Wenn man die gängigen Immobilienportale betrachtet, ist das Angebot dünn.

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Gerade bei Eigenheimen: Wer kann sich diese hohen Preise noch leisten?
Wir haben vor zwei Jahren eine Analyse gemacht, wo wir Steuer- und Vermögensdaten der Mieter in der Schweiz angeschaut haben. Laut unseren Berechnungen konnten sich damals 10 Prozent ein Eigenheim leisten. Seit damals ist auf der Preisseite einiges passiert. Die Situation hat sich nochmals verschärft.