Ein Beispiel dafür ist der grosse britische Versicherer Legal & General. Im zurückliegenden Jahr hat der Legal & General-Konzern im Rahmen der Lebensversicherung 76 Millionen Pfund aus Verträgen mit dann an Covid-19 Verstorbenen ausgezahlt. Für das laufende Jahr geht der Versicherer von weiteren Covid-19 Belastungen in der Grössenordnung von 110 Millionen Pfund aus. Das wäre eine Gesamtbelastung für die Lebensversicherung durch Covid in der Grössenordnung von 186 Millionen Pfund. 

Dem steht allerdings ein gleichfalls Covid-bedingter finanzieller Nutzen von 85 Millionen Pfund gegenüber, der sich aus der durch Covid 19 bedingten Verkürzung der Lebenserwartung errechnet, der sich daraus ergibt, dass die Rentenzahlung aus entsprechenden Verträgen rechnerisch nur für eine kürzere Periode als bislang kalkuliert anfällt. 

Der Nettoschaden von Covid-19 für die Lebensversicherung liegt also bei Legal & General nur bei 101 Millionen Pfund. Der Reingewinn des Konzerns fiel im Jahre 2020 um zwölf Prozent, was nach Angaben des CEO, Nigel Wilson, primär auf die um rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr verringerten Zinseinnahmen zurückgeht. Die Dividende für 2020 bleibt mit 17,57 Pence je Aktie auf dem Stand des Vorjahres.
 

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