Seit einem Jahrzehnte andauernden Abwärtstrend steigen aktuell die Zinsen wieder. Die am Mittwoch veröffentlichten Protokolle der US-Notenbank («Minutes») bestätigen, dass die Amerikaner mit dem weltweit wichtigsten Kapitalmarkt hier vorangehen wollen. Sollte diese Zinswende anhalten und sich verstärken, käme das einer Zeitenwende gleich, mit Folgen unter anderem für die Börsen, verschuldete Firmen, Private, ganze Staaten und für die wirtschaftliche Entwicklung. Der Reihe nach. 

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1. Kehrtwende der Notenbanken

Auslöser der aktuellen Zinswende ist die Erwartung, dass die wichtigsten Notenbanken der Welt ihre Leitsätze anheben. Grund ist die überraschend hohe und bisher zähe Teuerung in vielen Ländern. In den USA ist sie im Januar auf 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, in der Euro-Zone um 5,1 Prozent. In der Schweiz blieb sie mit 1,6 Prozent noch relativ tief, ist aber ebenfalls deutlich angestiegen.