Die Kleinst-Unternehmer und Einzelfirmen

Es sind die rund 350'000 Einzelunternehmer, welche die Schweizer Wirtschaft ausmachen: Taxifahrer, Unternehmensberaterinnen, Tontechniker, Bierbrauerinnen, Kameraleute, Reinigungskräfte oder Photographinnen. Sie sind Chefin oder Chef im eigenen Unternehmen, mit ihrem Name zieren sie das Firma-Logo: «Maler Moser – Inspiration im Raum». Und sie tragen das volle unternehmerische Risiko, haften mit ihrem Vermögen. Und jetzt, in der Corona-Krise, haften sie ganz besonders.

Der Bundesrat hat die Schliessung der halben Schweizer Wirtschaft angeordnet. Das hat direkte Folgen, aber auch indirekte. Viele Geschäfte wurde nicht auf Geheiss der Bundesbehörden geschlossen. Indirekt aber schon: Denn viele ihrer Kunden haben schlicht kein Bedürfnis nach einer Taxifahrt, nach einer Photographin. Auch nicht nach einem Unternehmensberater wie Alexander Beck in Walchwil ZG. Er rechnet für seine Kapitalgesellschaft mit dem Schlimmsten, erwartet einen Umsatzeinbruch von «80 bis 90 Prozent» in den nächsten Monaten. Eine Ausfallentschädigung, die er bei einer Ausgleichskasse geltend machen könnte, gibt es nicht. Das ist nicht fair, sagt er, zumal er als Eigentümer einer Einzelfirmen Beiträge an die Sozialwerke einzahle.