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Schweizergarde
Der Papst muss auf Vasellas Dienste verzichten

Daniel Vasella, ehem. CEO und VR-Praesident Novartis, spricht waehrend dem Europa Forum in Luzern am Montag, 15. Mai 2017.  (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Daniel Vasella: Ex-Chef des Pharmakonzerns Novartis.

Quelle: © KEYSTONE / ALEXANDRA WEY

Die Stiftung hinter der Schweizergarde hat einige hochkarätige Mitglieder aus der Schweiz. Nun verabschieden sich gleich zwei auf einmal.

Veröffentlicht am 22.02.2019

Ihre papageienfarbigen Uniformen sind erstklassige Fotosujets. Kaum ein Tourist kehrt ohne Bild von mindestens einem Schweizergardisten aus Rom heim. Was weniger bekannt ist: Hinter dem zirzensischen Auftritt der Wachmänner steht eine Schweizer Stiftung mit Sitz in Freiburg. Die Fondation pour la Garde Suisse Pontificale au Vatican, wie die Stiftung im vollen Ornat heisst, ist für den sozialen und finanziellen Support der Gardisten zuständig.

Für viele Schweizer Topshots ist es eine Ehre, in dieser Stiftung dabei zu sein. Zwei von ihnen sind nun jüngst aber ausgetreten. Einerseits Novartis-Ex-Lenker Daniel Vasella, anderseits Bank-Wegelin-Ex-Chef Konrad Hummler. Während sich Vasella auf Anfrage nicht äussern mag zu seinem Rücktritt, lässt Hummler wissen: «Ich wurde letztes Jahr 65 und versuche nun, mich bezüglich Mandaten zeitlich zu entlasten.»

Immerhin gehörte Hummler dem Stiftungsrat während neun Jahren an. Prominente Swissness gibt es aber in der Stiftung der Päpstlichen Schweizergarde im Vatikan immer noch genügend. Unter anderem in der Person von Ruth Metzler-Arnold. Die einstige Politikerin, die von 1999 bis 2003 im Bundesrat sass, amtet seit Juli 2018 als Präsidentin der Fondation.

(ag)

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