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Feedback
Diese Tools helfen Chefs, die Laune der Mitarbeiter zu messen

Illustration Caprez

Die Stimmung im Team wird in vielen Firmen systematisch erhoben

Quelle: Andrea Caprez

Officevibe, Company Mood und Heelix: Die Auswahl von Stimmungstest-Instrumenten ist gross. Ein Überblick.

Von Stefan Mair
am 01.07.2019

Die wahren Probleme der Mitarbeitenden erfährt ein Chef oder eine Chefin meist erst, wenn es zu spät ist. Entweder wenn sich die Kollegen entscheiden zu kündigen und dann die Wahrheit auf den Tisch legen. Oder wenn wegen der Probleme die Stimmung im Büro eskaliert. Um die Schwingungen in der Belegschaft etwas früher zu bemerken, gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Tools. Wir haben sie uns etwas genauer angeschaut.

 

Officevibe

Globale Konzerne wie Apple oder HP nutzen Officevibe seit vielen Jahren. Es bietet einen einfachen Weg, die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu messen und Feedback und Vorschläge zu erhalten, wie die Firmenkultur verbessert werden kann. Die benutzerfreundliche Oberfläche, die Möglichkeit, das Tool in Slack und den E-Mail-Posteingang zu integrieren, sind Stärken der Anwendung. Wöchentliche Umfragen, die von Experten von Officevibe erstellt wurden, werfen Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Beziehungen zu Managern oder Glück auf. Insgesamt lassen sich zehn Hauptelemente des Mitarbeiterengagements analysieren.
 

Company Mood

Company Mood ist ein simpel funktionierendes Tool, um Stimmungen in der ganzen Firma einzufangen. Besonders interessant ist dabei die Möglichkeit, diese Stimmungen auf einzelne Abteilungen herunterzubrechen. Bei der Anmeldung kann der Personalchef die Firma in mehrere Abteilungen und Unterabteilungen einteilen. Die Mitarbeitenden werden anschliessend regelmässig per Mail eingeladen, auf einer Skala von 0 bis 100 ihre Stimmung einzuordnen. Meist wird die Umfrage einmal pro Woche verschickt. Es ist den Mitarbeitenden auch möglich, längere Statements zu ihrem Feedback abzugeben.
 

Loopline

Bei Loopline handelt es sich um ein Tool, das verspricht, Mitarbeiterfeedback effektiver auszuwerten und qualitativ besser zu analysieren. Die Lösung ist cloudbasiert und bietet Hilfe bei der Erfassung von Personalgesprächen, 360-Grad-Feedbacktools, integrierte Kompetenzmodelle zum Performance-Vergleich und ein Logbuch zur Messung der Mitarbeitendenzufriedenheit. Die Umfragen funktionieren in alle Richtungen. Manager geben Feedback zu Teammitgliedern, Teammitglieder zu Managern. Einzelne Meinungen etwa über Events können genauso abgefragt und analysiert werden wie Meinungen über die ganze Firmenkultur.
 

15 Five

15 Five ist ein Weg für Unternehmen, um das Potenzial ihrer gesamten Belegschaft schnell zu erfassen, auszuschöpfen und auf Probleme zu reagieren. Durch einen simplen wöchentlichen Check liefert 15 Five Infos, die ein Manager benötigt, um die Motivation der Mitarbeitenden zu tracken. Zudem lassen sich Kennzahlen objektiv und für alle transparent nachverfolgen. Das Tool bietet Teammitgliedern ausserdem die Möglichkeit, sich gegenseitig zu bewerten, Reviews für ganze Abteilungen fehlen ebenfalls nicht. Die Bewertungen können von beiden Seiten, also vom Team zum Manager und vom Manager zum Team erfolgen. Heute nutzen das Tool knapp 2000 Firmen.
 

Heelix

Kostenlos für Kleinstfirmen überzeugt Heelix mit einfacher Bedienung und der Möglichkeit, diverse Collaboration-Tools mit der Feedbackanalyse zu verbinden. Überzeugend ist auch die App-Anwendung, die erstaunlicherweise bei einigen Konkurrenzprodukten fehlt. Früher hiess Heelix Jobvibe. Die Überarbeitung erfolgte unter Zuhilfenahme von Erkenntnissen aus der Neurowissenschaft.
 

Thymometric

Eine entschlackte Variante von Loopline, die Mitarbeiterfeedbacks ohne grosses Drumherum bietet, ist Thymometric. Hierbei handelt es sich um ein praktisches Tool für Einsteiger, aber Thymometric ist kein extrem ausgefeiltes HR-Big-Data-Analyseinstrument. Wer wenig administrativen Aufwand mit dem eingeholten Mitarbeiterfeedback haben will, ist bei diesem Tool genau richtig. Wer Daten bis zum Exzess analysieren will, sollte Alternativen nutzen.
 

Achievers

Die Anwendung Achievers ist keine Feedbacksoftware im strengen Sinn, sondern eine sogenannte Employment-Recognition-Software. Das heisst im Klartext, dass im Programm alle Incentive-, Gesundheitsund betrieblichen Motivationsprogramme zusammengefasst werden. In diesem Prozess gibt es natürlich auch Feedback der Mitarbeitenden, die ausgewertet werden können. Wer Mitarbeitende des Monats wählen lassen will, kann dies gut über die Achievers-Anwendung machen.
 

Weekdone

Die Anwendung bietet den Usern Werkzeuge, die es ihnen ermöglichen, wichtige Aufgaben zu priorisieren und ihre persönlichen Ziele mit denen des Unternehmens abzustimmen. Mit Weekdone haben Manager einen klaren Überblick über die Aktivitäten ihres Teams. Sie können sehen, welche Aufgaben erledigt sind, welche Ziele noch nicht erreicht worden sind und wer am weitesten ist. Chefinnen und Chefs können aufgrund dieses Feedbacks Aufgaben und Ressourcen neu sortieren.
 

Tinypulse

Das Programm Tinypulse verschickt einmal pro Woche eine Umfrage an die Mitarbeitenden, die anonym darauf antworten. Ein etwas ungewöhnliches Tool ist die sogenannte Cheers-for-Peers-Funktion, bei der sich Mitarbeitende gegenseitig loben. Nach jeder Umfrage folgt ein datengestützter Report. Hier lassen sich dann Langzeitentwicklungen von Mitarbeitendenfrust und -zufriedenheit checken.
 

Culture Amp

Culture Amp ist eine Plattform, die sich auf schnell wachsende Firmen spezialisiert hat, für die die Mitarbeiterlaune meist von besonderer Wichtigkeit ist. Die Entwickler der Software haben das Produkt aus eigenem Frust über die Arbeit in einer zu schnell wachsenden Firma gestartet.
 
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