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Autoindustrie
Renault-Chef Ghosn sucht Weg aus der Haft

FILE - In this May 12, 2016, file photo, then Nissan Motor Co. President and CEO Carlos Ghosn answers a question during a joint press conference with Mitsubishi Motors Corp. in Yokohama, near Tokyo. The Tokyo District Court said Tuesday, Jan. 15, 2019 it turned down a request by Nissan's former chairman Ghosn's for release on bail, prolonging his detention. (AP Photo/Eugene Hoshiko, File)
Carlos Ghosn: Einst ein Superstar der Branche. Quelle: Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved.

Der in Japan inhaftierte Renault-Chef Carlos Ghosn bietet dem zuständigen Tokioter Gericht Zugeständnisse im Gegenzug für eine Freilassung an.

Veröffentlicht am 21.01.2019

Der Automanager Carlos Ghosn versprach am Sonntag, in Japan zu bleiben, sollte er gegen Kaution auf freien Fuss kommen. Zudem wolle er sämtliche Auflagen erfüllen, die ihm das Gericht auferlegen würde.

Der Ex-Nissan-Chef beteuerte in einer Erklärung abermals seine Unschuld. Er freue sich darauf, seine Reputation im Gerichtssaal zu verteidigen. Ghosns Antwalt geht allerdings davon aus, dass der 64-Jährige bis zum Prozess in Haft bleiben dürfte. Das Verfahren beginne möglicherweise erst in sechs Monaten.

15 Jahre Haft

Ghosn sitzt seit dem 19. November in Japan in Untersuchungshaft. Grund sind Vorwürfe, die seine Rolle als früherer Chef der Renault-Schwestergesellschaft Nissan betreffen. Der Manager soll seine Einkünfte zu niedrig angegeben haben. Zudem warfen die Strafverfolger Ghosn schweren Vertrauensbruch vor.

Einen Antrag auf Freilassung gegen Kaution hatte das Gericht in der vergangenen Woche bereits abgelehnt. Der Staatsanwaltschaft zufolge drohen Ghosn bis zu 15 Jahre Haft. Er selbst sagt, er sei «unrechtmässig angeklagt».

(sda/ise)

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