Mobilezone geht durch die Decke. Nach Vorlage der Jahreszahlen ging die Aktie des Mobilfunkdienstleisters wie ein warmes Messer durch Butter durch den Widerstand beim Fünfjahreshoch knapp unter 15 Franken.

Die Zahlen waren aber auch erfreulich. Rein organisch – also bereinigt um Zu- oder Verkäufe – stieg der Umsatz des Konzerns aus Rotkreuz im Kanton Zug um 7,3 Prozent auf 982 Millionen Franken. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern explodierte dabei von 44,0 auf 72,7 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie kletterte dadurch von 0.77 auf 1.27 Franken.

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Anleger erhalten daraus eine Dividende von 0.84 Franken. Mit einer nachhaltig hohen Rendite – für 2021 in Höhe von 5,3 Prozent – zählt Mobilezone zu den zuverlässigsten Dividendenwerten. Für dieses Jahr ist sogar noch mehr drin. Das operative Ergebnis soll nämlich von 72,7 auf bis zu 80 Millionen Franken steigen.

Mobilezone: Gewinne jetzt realisieren

Aber dennoch kommt es bei der Aktie möglicherweise schon in Kürze zu einer vorübergehenden Korrektur. In den letzten Jahren ging es nämlich nach Zahlung der Dividende nicht selten stark nach unten. Der Ex-Tag, der Tag, an dem die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt wird, ist der 13. April. Nach dem Dividendenabgang gab es teilweise schon Kursverluste im Bereich von 20 Prozent in wenigen Wochen oder einigen Monaten.

Dieser Text beschreibt die jüngsten Entwicklungen im HZ-Satelliten-Portfolio der HZ-Musterportfolios.

Da wir nach dem aktuellen Kursschub auch in diesem Jahr ein ähnliches Kursmuster erwarten, steigen wir jetzt aus und realisieren einen Gewinn von 40 Prozent in nur zehn Monaten.

Mercedes-Benz: Viel Qualität zum Spottpreis

Die frei werdende Liquidität investieren wir in Mercedes-Benz Group. Die Aktie des Autobauers ist nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs eingebrochen und notiert trotz der jüngsten Erholung an den Märkten immer noch 20 Prozent unter den Hochs vom Februar.

Dabei tut sich bei den Stuttgartern einiges. Erst vor wenigen Monaten hatte das DAX-Unternehmen die LKW-Sparte an die Börse gebracht. Bis dahin waren die Sparten PKW und Nutzfahrzeuge im Daimler-Konzern zusammengefasst. Im Oktober vor einem Jahr hatte Firmenchef Ola Källenius eine neue Strategie präsentiert. Im PKW-Bereich soll der Fokus noch stärker auf die Position als Luxusmarke ausgerichtet werden.

Das zielt auf die Produkte, die Markenkommunikation und das Vertriebsnetz ab. Zudem will Manager Källenius die Mercedes-Benz Group zum führenden Player im Bereich E-Mobilität und bei Fahrzeug-Software machen.

Ausserdem soll die Umsatzrendite bis 2025 unter anderem durch einen veränderten Produktmix und Wachstum bei wiederkehrenden Umsätzen nachhaltig in den mittleren bis hohen einstelligen Prozent-Bereich klettern.

Mercedes-Benz neu im Satelliten-Musterdepot

Im vergangenen Jahr war Mercedes-Benz auf einem guten Weg dorthin. Die Umsätze je Fahrzeug stiegen um 26 Prozent auf 49’800 Euro und gleichzeitig gingen die Fixkosten bei PKW und Vans um 16 Prozent zurück. Der Gewinn in den fortgeführten Bereichen lag am Jahresende bei 12,9 Euro je Aktie. In diesem und den nächsten Jahren sind ähnlich hohe Ergebnisse möglich. Zudem soll es 5 Euro Dividende geben.

Mit 5er-KGV und Dividenden im Bereich um 8 Prozent ist Mercedes-Benz stark unterbewertet und ein klarer Kauf. Wir nehmen die Aktie in das Satelliten-Musterdepot auf.

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