Die bereits bekannten Rechtsfälle lägen alle mehr als ein Jahrzehnt zurück, beeinträchtigten nun aber das Ergebnis um etwa 600 Millionen Franken, teilte die Bank am Mittwoch mit. Insgesamt wird eine Gesamtrückstellung für Rechtsstreitigkeiten von etwa 700 Millionen im ersten Quartal erwartet.

Zudem rechnet die CS damit, dass die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs das Ergebnis durch negative Erträge und Rückstellungen für Kreditverluste mit rund 200 Millionen Franken beeinträchtigen. Das Ergebnis werde auch von Verlusten um die Allfunds-Beteiligung belastet (350 Mio).

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Teilweise ausgeglichen würden die Verluste durch aufgelöste Rückstellungen in Bezug auf Archegos (170 Mio) und Immobiliengewinne (160 Mio).

Wegen der "Entwicklungen" in einer Reihe von zuvor bekanntgegebenen Rechtsangelegenheiten, die alle mehr als ein Jahrzehnt zurückliegen, habe man sich zu einer Erhöhung der Rückstellung entschlossen, geht aus einer Mitteilung der Bank vom Mittwoch hervor. Das beeinträchtige das Quartalsergebnis um etwa 600 Millionen Franken.

Insgesamt wird eine Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten von etwa 700 Millionen im ersten Quartal erwartet.

Ukraine-Krieg bringt Kreditrisken

Wegen des Ukraine-Kriegs musste die CS zudem Rückstellungen für Kreditverluste tätigen. Wegen der Auswirkungen auf Gegenparteien und die Kreditrisiken der Bank werde das Ergebnis durch negative Erträge und Rückstellungen für Kreditverluste zusätzlich mit rund 200 Millionen Franken beeinträchtigt.

Das Ergebnis werde ausserdem auch von Verlusten in der Höhe von 350 Millionen wegen der Wertminderung der Allfunds-Beteiligung belastet. An der Gruppe hält die CS 8,6 Prozent. Im vergangenem Monat veröffentlichten Geschäftsbericht hatte die Bank bereits angekündigt, dass die Resultate für 2022 auch die Volatilität des Allfunds-Aktienkurses widerspiegeln würden.

Teilweise ausgeglichen würden die Verluste indes durch aufgelöste Rückstellungen in Bezug auf Forderungen den kollabierten US-Hedgefonds Archegos (170 Mio Fr.) und Immobiliengewinne (160 Mio).

Weniger Geschäftstätigkeit

Im bisherigen Jahresverlauf seien die Ergebnisse auch durch einen Rückgang der Kapitalmarktemissionen und eine geringere Geschäftsaktivität negativ beeinflusst worden.

Die zweitgrösste Schweizer Bank hatte im vergangenen Geschäftsjahr einen Reinverlust von 1,57 Milliarden Franken erlitten. Mit einem massiven Minus im vierten Quartal hat die Bank zwei der vier Quartale 2021 mit Verlusten beendet. Im ersten Quartal war sie wegen Archegos in die rote Zahlen geschlittert.

Für 2022 geht die Bank bekanntlich von einem Übergangsjahr aus, CS-Chef Gottstein stellte in einem Interview von Mitte Februar aber zumindest einen Gewinn in Aussicht.