Insbesondere im Zentral-und Südtessin herrscht gemäss der offiziellen Seite des Bundesamts für Umwelt (Bafu) grosse Waldbrandgefahr (Stufe 4). Am Donnerstag erinnerte deshalb das Bafu auf Twitter an das Feuerverbot im Südkanton. Betroffen von der anhaltenden Trockenheit sei neben dem Tessin auch der Kanton Graubünden.

Das Feuerverbot gelte überall, betonte eine Mitarbeiterin der Tessiner Sektion Forstwirtschaft auf Anfrage von Keystone-SDA. Auch auf markierten Feuerstellen in Pärken und an Wanderwegen dürfe im Moment kein Feuer entfacht werden.

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Es habe zwar in den vergangenen Wochen ein- oder zweimal leicht geregnet, doch das reiche nie und nimmer, um die Waldbrandgefahr zu bannen, sagte die zuständige der Sektion Forstwirtschaft weiter. Das Feuerverbot gilt im Tessin bereits seit dem 13. Januar.

Sommerliche Temperaturen erwartet

In den vergangenen Monaten wüteten im Südkanton gleich mehrere Waldbrände. Ende Januar brach am Monte Gambarogno ein grosses Feuer aus. Die Feuerwehr brauchte mehr als zwei Wochen, um es zu löschen.

Verursacht worden war der Brand am Monte Gambarogno durch eine Unachtsamkeit: Zwei junge Männer hatten ihr Lagerfeuer nicht richtig gelöscht. Die beiden Deutschschweizer müssen sich wegen fahrlässiger Brandstiftung verantworten.

Anfang Februar brannte es zudem im Valle di Muggio im Südtessin, Ende März im Centovalli. Vergangene Woche brach in Sobrio bei Biasca ein Waldbrand aus.

Im Südkanton hat es seit vergangenem November nicht mehr richtig geregnet. Der Winter 2021/22 dürfte zu den trockensten seit Messbeginn zählen. Für Karfreitag und Karsamstag prognostiziert Meteoschweiz für das Tessin weiterhin trockenes Wetter, mit jeweils 26 Grad werden gar zwei Sommertage vorausgesagt.