Der Reingewinn verbesserte sich im vergangenen Jahr um 6 Prozent auf 161,5 Millionen Franken, wie die Cembra Money Bank am Mittwoch mitteilte. Die Aktionäre sollen über eine höhere Dividende von 3,85 Franken je Aktie profitieren nach 3,75 Franken im Jahr davor.

Die Forderungen der Kreditbank gegenüber den Kunden nahmen allerdings zum Vorjahreswert um 1 Prozent auf 6,2 Milliarden Franken ab. Der Rückgang war weitgehend auf die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie in der Schweiz aber auch eine vorsichtige Zeichnungspolitik im Neugeschäft zurückzuführen, schreibt Cembra.

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So gingen die Forderungen im Geschäft mit den Privatkrediten um 5 Prozent zurück. Im zweiten Halbjahr hätten sich die Forderungen allerdings stabilisiert. Bei den Fahrzeugfinanzierungen resultierte ein Rückgang um 1 Prozent.

Im Kreditkartengeschäft stiegen die Nettoforderungen dagegen um 6 Prozent an, dies als Folge der Erholung im zweiten Quartal des Jahres, wie Cembra schreibt. Die Anzahl der herausgegebenen Kreditkarten kletterte derweil um 4 Prozent auf 1,07 Millionen Stück.

Cembra gibt derzeit noch die Cumulus-Kreditkarte der Migros heraus. Sie hatte damit in den vergangenen Jahren ein stetiges Wachstum erzielt. Allerdings hatte die Migros die Zusammenarbeit per Mitte 2022 aufgekündigt - der Detailhandelsriese will die Cumulus-Kreditkarte künftig über die Migros-Bank anbieten.

Insgesamt erwirtschaftet Cembra 2021 einen Nettoertrag von 487,0 Millionen Franken, was einem Rückgang um 2 Prozent entsprach. Der Grund war vor allem ein tieferer Zinsertrag, während sich die Kommissions- und Gebühreneinnahmen deutlich erhöhten. Derweil sank der Geschäftsaufwand um 2 Prozent auf 246,3 Millionen Franken.

Für das Jahr 2022 erwartet Cembra eine stabile Geschäftsentwicklung und eine Umsatzsteigerung im Gleichschritt mit der wirtschaftlichen Erholung. Die Bank geht ausserdem von einer "soliden Verlustquote" aus. Sie bestätigt den Ausblick für eine Eigenkapitalrendite von 13 bis 14 Prozent für die Jahre 2022 und 2023, sowie von über 15 Prozent ab 2024.