Chinas Regierung hatte 5,5 Prozent Wachstum für das ganze Jahr vorgegeben. Die Planung hatte aber das Ausmass der jüngsten Corona-Welle in China und der folgenden Lockdowns sowie die Auswirkungen des Ukraine-Krieges nicht berücksichtigt. So äusserten Experten Zweifel, ob das Ziel auch erreicht werden kann.

Der Anstieg in den ersten drei Monaten des Jahres war auch stärker als im schwachen vierten Quartal des Vorjahres, als nur 4,0 Prozent erreicht worden waren. Wegen des Rückgangs der wirtschaftlichen Aktivitäten durch die Lockdowns dürfte sich die Konjunktur im März auch abgeschwächt haben, was im zweiten Quartal andauern könnte.

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China erlebt gerade die grösste Corona-Welle seit Beginn der Pandemie vor mehr als zwei Jahren. Da das bevölkerungsreichste Land eine Null-Covid-Politik verfolgt, herrschen in Shanghai und anderen Metropolen weitgehende Ausgangssperren. Zig Millionen Menschen können ihre Wohnungen nicht verlassen. Viele Firmen müssen den Betrieb einstellen. Auch der Frachtverkehr ist eingeschränkt.

Die zweitgrösste Volkswirtschaft hatte im Vorjahr ein starkes Wachstum von 8,1 Prozent hingelegt, auch wenn der Schwung im vierten Quartal deutlich nachgelassen hatte. Der starke Zuwachs 2021 erklärte sich aber auch durch die niedrige Vergleichsbasis 2020, als die Pandemie die Wirtschaft in China stark abgebremst hatte.