Zurzeit dient das Gelände als Parkplatz für die Zuschauer der Spiele des Walliser Fussballclubs. Das Baugesuch für das Casino hatte die Visper Firma VF Invest eingereicht.

Die Stadtregierung steht dem Bauvorhaben positiv gegenüber. "Der Gemeinderat hat das Projekt als konform mit seinem aktuellen Zonenplan beurteilt", sagte der Sittener Stadtpräsident Philippe Varone am Donnerstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit auf eine Meldung der Zeitung "Nouvelliste". Das geplante Casino sei "von steuerlichem, wirtschaftlichem und vor allem touristischem Interesse".

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Es ist unbekannt, ob es weitere Einsprachen gegen das Bauprojekt gegeben hat. Die kantonale Baukommission, die in diesen Belangen entscheidet, war zunächst nicht erreichbar.

Konkurrenz für eigene Projekte

Brisant ist, dass Constantin im Saxon und Martigny-Croix im Unterwallis zwei eigene Casinos bauen will. Seine Opposition gegen die Spielbank in Sitten habe jedoch nichts mit seinen Plänen zu tun, sagte er zu Keystone-SDA. "Ich habe mit dem FC Sion Opposition gemacht, weil es der einzige Ort ist, an dem sich der Club auf dem Gelände des Tourbillon entwickeln könne", erklärte der Unternehmer.

Ende Januar hatte die Legislative der Gemeinde Saxon mit 137 Ja- zu 122 Nein-Stimmen dem Verkauf einer 1 Hektar grossen Parzelle für knapp 3 Millionen Franken an Constantin zugestimmt. Die Baugesuche für die beiden Casino-Projekte in Saxon und Martigny-Croix sollen laut Constantin im April öffentlich aufgelegt werden.

Der Bund wird voraussichtlich im April 2022 Grundsatzentscheide in Bezug auf die Neuvergabe der Spielbankenkonzessionen fällen. Im Oktober 2023 will er dann über die Erteilung der Konzessionen entscheiden.