So stand der Importpreisindex im Berichtsmonat 9,5 Prozent höher als vor Jahresfrist, beim Produzentenpreisindex waren es lediglich +3,5 Prozent.

Im Monatsvergleich stieg der PPI-Gesamtindex um 0,6 Prozent auf 105,7 Punkte. Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte, waren bei den Inlandpreisen vor allem die höheren Preise bei Gas und Uhren für den Anstieg verantwortlich. Teurer wurden auch Bestrahlungs-, Elektrotherapie- und elektromedizinische Geräte, Metallprodukte, Elektrizität sowie Kabel und elektrisches Installationsmaterial. Sinkende Preise zeigten hingegen medizinische und zahnmedizinische Apparate und Materialien.

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Beim Importpreisindex gab es Preiserhöhungen gegenüber dem Dezember 2021 insbesondere für Erdöl und Erdgas. Steigende Preise zeigten auch Nichteisen-Metalle und daraus hergestellte Produkte, Computer und periphere Geräte, sonstige Metallwaren, Gemüse, Melonen und Kartoffeln. Billiger wurden dagegen medizinische und zahnmedizinische Apparate und Materialien sowie Flachprodukte aus Stahl.

Relativ volatil

Die Entwicklung beim PPI verlief zuletzt relativ volatil, wenn auch mit klarem Aufwärtstrend. So war er auf Jahresbasis im Dezember auf 5,1 von 5,8 Prozent gesunken und hat sich nun wieder auf 5,4 Prozent erhöht. Anfang 2021 hatte die PPI-Inflation noch bei -2,1 Prozent gelegen und im Tiefpunkt kurz nach Beginn der Corona-Krise war sie bis auf -4,5 Prozent gesunken.

Der PPI gilt als Vorlaufindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise, da die Kosten der Produktion normalerweise auf die Konsumentenpreise abgewälzt werden. Er hat allerdings deutlich höhere Ausschläge bzw. ist aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohstoffen viel volatiler. Die durchschnittliche Jahresteuerung auf PPI-Jahresbasis betrug 2021 +2,7 Prozent. In den Jahren davor waren die Durchschnittswerte bei -3,0 Prozent bzw. -1,9 Prozent.