In den vergangenen Wochen hätten Kunden verstärkt Tickets gebucht, teilte Ryanair am Montag weiter mit. Das Management rechnet damit, dass diese Dynamik auch bis Ostern und Sommer kommenden Jahres anhält. Im zweiten Geschäftsquartal (bis Ende September) erlöste Ryanair mit knapp 1,8 Milliarden Euro fast 70 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum.

Allerdings distanzierte sich Ryanair-Chef Michael O'Leary von seiner bisherigen Prognose eines kleinen Jahresverlustes oder bestenfalls eines Ergebnisses nahe der Nulllinie: Mittlerweile soll der Verlust des laufenden Geschäftsjahres (bis Ende März 2022) zwischen 100 Millionen und 200 Millionen Euro liegen.

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Preissenkungen geplant

Das hänge vor allem von der Preisentwicklung im Winter ab. Gegebenenfalls will das Ryanair-Management die Ticketverkäufe selbst ankurbeln, indem Preise gesenkt werden. Die Zahl der Fluggäste soll für das Jahr nun bei mehr als 100 Millionen liegen, nach bislang 90 bis 100 Millionen.

Ryanair erwägt einen Rückzug von der Londoner Börse. Im Zuge des Brexits sei das gehandelte Aktienvolumen deutlich zurückgegangen, hiess es zur Begründung. Im Dezember hatte die Fluggesellschaft alle Nicht-EU-Bürger vom Kauf von Stammaktien ausgeschlossen und ihre Stimmrechte kassiert.