Auch 2022 dürfte der Stellenmarkt weiter wachsen, schreibt der international tätige Stellenvermittler Michael Page in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der ausgeschriebenen Stellen laut den Angaben um 39 Prozent.

Am stärksten war das Wachstum in den Bereichen IT-Clouds (+195%), Procurement & Supply Chain (+55%) sowie Healthcare & Life Sciences (+39%). Dabei hätten der Fachkräftemangel, die Einschränkungen wegen Budgets und die steigende Nachfrage von Bewerberinnen und Bewerben nach flexiblen Arbeitsbedingungen zu einem Anstieg der ausgeschriebenen Temporärstellen um 42 Prozent geführt.

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Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs und des Fachkräftemangels sei die Mehrheit der Löhne stabil geblieben. Am besten bezahlt werden gemäss Michael Page Führungskräfte im Bank- und Finanzwesen sowie im Gesundheitssektor. Am meisten verdienen demnach der Head Private Banking (Durchschnittslohn 340'000 Fr.), Chief Medical Officer (260'000 Fr.), Chief Investment Officer (320'000 Fr.), Senior Vice President/Personalchef (370'000 Fr.) und Finanzchef (360'000 Fr.). Der durchschnittliche Bonus beträgt zudem zwischen 70 und 20 Prozent des Gehalts.

Flexible Arbeitsmöglichkeiten bevorzugt

Unternehmen stünden wegen des Arbeitsmarktwachstums vor immer grössere Herausforderungen bei der Rekrutierung. Firmen, die flexible Arbeitsmöglichkeiten anbieten wie Home Office, eine hybride Arbeitsumgebung sowie die Möglichkeit, auf Stundenbasis oder als Freelancer zu arbeiten, könnten die besten Kandidatinnen und Kandidaten anziehen. Dies zeige eine Befragung, die bei 22'300 Bewerberinnen und Bewerbern in der Schweiz durchgeführt wurde. Weitere wichtige Faktoren seien die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und die Möglichkeit, mit einem inspirierenden Management zusammenzuarbeiten.

Die Studie zeige auch, dass Fortbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten zu den wichtigsten Faktoren gehörten, um Bewerberinnen und Bewerber anzuziehen, schreibt Michael Page. Leider spreche weniger als die Hälfte der Führungskräfte (39 %) mit ihren Mitarbeitenden über Fortbildungsmöglichkeiten. Daher entgingen den Unternehmen möglicherweise Spitzenkandidaten.