Konkret nahm die Produktion im sekundären Sektor (Industrieproduktion) in der Periode von Oktober bis Dezember 2021 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 6,2 Prozent zu, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte. Der Wert liegt damit etwas unter den denjenigen der letzten beiden Quartale (Q3 +8,3%, Q2 +14,2%).

In der Industrie (ohne Bau) stieg die Produktion im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 7,3 Prozent, wobei der November mit +9,3 Prozent der beste Monat war. Im Baugewerbe lag das Plus lediglich bei 0,2 Prozent. Sowohl der Hochbau (-3,5%) wie auch der Tiefbau (-3,6%) erlitten einen Produktionsrückgang. Beim sonstigen Baugewerbe (Vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallationen etc.) stieg die Produktion dagegen um 2,7 Prozent.

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Nicht nur die Produktion, auch die Umsätze legten im vierten Quartal deutlich zu, und zwar um 8,3 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Industrie allein hatte ein Umsatzwachstum von 9,3 Prozent zu verzeichnen, beim Bau waren es +4,6 Prozent.

Hohes Wachstum im Gesamtjahr

Für das gesamte zweite Pandemiejahr 2021 verzeichnete der sekundäre Sektor einen Produktionsanstieg von 7,9 Prozent, wobei die Industrie um 9,2 Prozent und das Baugewerbe um lediglich 1,2 Prozent wuchsen. Im ersten Pandemiejahr 2020 hatte der sekundäre Sektor noch ein Produktionsminus von 2,8 Prozent zu beklagen gehabt.

Mit Ausnahme der Branchen Energieversorgung und Tiefbau wiesen laut BFS im Gesamtjahr 2021 alle Branchen ein positives Ergebnis aus. Nur bei den Branchen "Textilien und Bekleidung", Fahrzeugbau und Maschinenbau war der Anstieg im Jahr 2021 nicht ausreichend, um die Vorjahresverluste wieder wettmachen zu können.

Die entsprechenden Quartalszahlen für das gesamte Bruttoinlandprodukt werden am 28. Februar veröffentlicht.