Je länger der Krieg andauert, desto grösser werden die Auswirkungen auf den Öltransport, heisst es am Markt. So dürfte die Angebotsverknappung im Zuge der Behinderung des Schiffsverkehrs auf der Strasse von Hormus die Preise weiter steigen lassen. Auch die möglichen Folgen für die Weltwirtschaft sowie die Inflation dürften die Finanzmarktteilnehmer weiter beschäftigen.
Alle Indizes tiefer
Der SMI verlor gegen 09.45 Uhr 2,3 Prozent auf gut 13'520 Punkte. Auch der deutsche DAX oder der französische CAC-40 gaben in etwa im selben Umfang nach.
Hohe Nervosität
Die Nervosität an den Finanzmärkten ist am Dienstag markant weiter gestiegen. So legte der VSMI um 17 Prozent auf 20 Punkte zu. Der Volatilitätsindex quantifiziert die erwarteten Schwankungen am Schweizer Aktienmarkt.
Auch die Ölpreise haben im frühen Handel weiter zugelegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich auf über 80 Dollar. Am Vortag waren allerdings zuerst noch höhere Preise bezahlt worden.
Zurich mit Kapitalerhöhung
Die grössten Abgaben verbuchen unter den Blue Chips Zürich (-5,3 Prozent). Der Versicherer hat ein verbindliches Angebot für Beazley vorgelegt und führt zur Finanzierung der Milliardenübernahme eine Kapitalerhöhung durch. Rund 7 Millionen Aktien wurden zu 550 Franken bei Investoren platziert.
Auch die Finanzwerte UBS, Julius Bär und Partners Group sowie die weiteren Versicherer Swiss Life und Swiss Re geben mit mehr als 2 Prozent überdurchschnittlich nach.
Einziger Gewinner im SMI sind die Aktien von Kühne+Nagel (+1,9 Prozent). Dem Logistiker gelang laut Analysten eine positive Überraschung beim operativen Gewinn.
Zahlen liefern Impulse
Neben Kühne+Nagel legte bei den Bluechips auch der Vakuumventil-Hersteller VAT (-2,7 Prozent) Zahlen für 2025 vor. Das Unternehmen hatte die Erwartungen verfehlt und auch die deutlich höhere Dividende kann die Stimmung nicht drehen. Zudem sprechen Markteilnehmer von Gewinnmitnahmen nach der zuletzt starken Kursentwicklung.
Ebenfalls im Minus sind in den hinteren Reihen Bucher (-0,9 Prozent) Arbonia (-6,1 Prozent) und Forbo (-4,4 Prozent) die ebenfalls die Resultate für 2025 vorgelegt hatten. Gut aufgenommen werden dagegen die Resultate von SIG (+2,2 Prozent) und der Aktienrückkauf von Also (+4,7 Prozent).
