Der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten wurde um 22'000 Stellen nach unten revidiert, bleibt aber solide.

In der Corona-Krise war der US-Arbeitsmarkt zeitweise dramatisch eingebrochen. Mittlerweile hat er sich deutlich erholt. Das zeigt auch die Arbeitslosigkeit, die auf niedrigem Niveau stagnierte: Die Arbeitslosenquote lag auf dem Vormonatswert von 3,6 Prozent. Nach Angaben des Ministeriums sind aktuell etwa 6 Millionen Menschen ohne Job. Vor der Pandemie im Februar 2020 waren es 5,7 Millionen gewesen.

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Die Stundenlöhne stiegen laut Ministerium auf Jahressicht um 5,2 Prozent, nach 5,5 Prozent im April. Auf Monatssicht blieb das Lohnwachstum mit 0,3 Prozent konstant. Die deutlich steigenden Löhne sind neben der bereits hohen Inflation ein Grund für die geldpolitische Wende der US-Notenbank Fed. Denn von stark steigenden Löhnen gehen zusätzliche Inflationsrisiken aus.

Die Federal Reserve hat bereits die Zinswende eingeleitet und mit dem Abbau ihres erheblichen Wertpapierbestandes begonnen. Im Jahresverlauf werden weitere und deutliche Zinsanhebungen erwartet, sodass der Leitzins bis Jahresende in der Nähe des als neutral geltenden Niveaus von etwa 2,5 Prozent liegen dürfte.