Die Websites der Börsen verwiesen zunächst lediglich allgemein auf regulatorische Hintergründe. Von der Nasdaq hiess es, dass Konsequenzen der Sanktionen für die betroffenen Firmen geprüft würden. Die Nyse wollte sich auf Nachfrage nicht äussern.

Der Handelsstopp betrifft zum Beispiel den Suchmaschinenbetreiber Yandex, den Onlinehändler Ozon Holdings, den Finanzdienstleister Qiwi, den Telekomkonzern Mobile TeleSystems und den Stahl- und Kohleproduzenten Mechel.

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Von den Unternehmen lagen zunächst keine Stellungnahmen vor. Bislang handelt es sich lediglich um eine vorübergehende Aussetzung vom Handel, nicht um einen Ausschluss.

Russischen Firmen drohen weitere Probleme. So erwägt etwa der US-Finanzdienstleister MSCI, russische Wertpapiere aus seinen Aktienindizes zu streichen. Es sei fraglich, ob es noch möglich sei, in Russland zu investieren, sagte MSCI-Manager Dimitris Melas dem Finanzdienst Bloomberg. Voraussetzung sei ein offener und funktionierender Markt. "Momentan sieht das Bild trüb aus", so Melas.