Es sei vermutlich der wichtigste Schritt, um die Kapitalintensität von Altbeständen an traditionellen Lebensversicherungspolicen zu verringern und das Zinsrisiko zu senken, teilte Zurich am Freitag mit. Mit dem freigesetzten Kapital sollen demnach in erster Linie Gewinnverwässerungen beseitigt und das Wachstum unterstützt werden. Zum Verkaufspreis machte der Versicherer keine Angaben.

Der Verkauf beinhaltet die Übertragung von Nettorückstellungen in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar. Diese würden sich hauptsächlich auf Renten- und Kapitallebensversicherungen beziehen, die vor mehr als fünf Jahren abgeschlossen wurden.

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Dickere Kapitalpolster

Nach Abschluss der Transaktion werde sich die nach dem Schweizer Solvenztest (SST) berechnete Quote voraussichtlich um rund 8 Prozentpunkte erhöhen. Der Abschluss der Transaktion würde zu einer geschätzten SST-Quote von 242 Prozent führen.

Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt der aufsichtsrechtlichen Genehmigungen. Die vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Kunden und Vertriebspartnern würden sich nicht verändern.

Bei den so genannten "Legacy"-Beständen, die Versicherer abwickeln, ist kein Neugeschäft vorgesehen, bestehende Verträge müssen jedoch erfüllt werden. Zurich Deutschland werde indes weiterhin in Produkte und Angebote für Kunden und Vertriebspartner investieren und auch weiterhin profitables Wachstum anstreben, hiess es.