In der Schweiz gibt es keinen rechtlichen Schutz für Whistleblower: Wer Unregelmässigkeiten am Arbeitsplatz meldet, muss mit Konsequenzen rechnen. Im März lehnte der Nationalrat ein Gesetz für mehr Rechtssicherheit ab.

Die EU hingegen hat eine Richtlinie zum Schutz von Hinweisgebern verabschiedet, die bis Ende 2021 in den einzelnen Ländern umgesetzt werden muss. 

Trotz fehlender Gesetzgebung haben mittlerweile viele Schweiz Firmen eigene Meldesysteme eingerichtet, vor allem Grossunternehmen. Doch gerade kleine und mittlere Unternehmen tun sich teilweise schwer damit, sagt Compliance-Expertin Lamara von Albertini. 

Doch das Risiko des möglichen finanziellen und Imageschadens für Unternehmen ist gross, wenn Missstände oder Fehlverhalten aufgedeckt werden oder gar an die Öffentlichkeit geraten.

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Auch Whistleblower riskieren viel, denn im schlimmsten Falle droht hierzulande die Kündigung. Die Juristin von Albertini plädiert für eine Speak-up-Kultur und rät Mitarbeitenden, wie sie trotz fehlender Rechtssicherheit vorgehen sollten. 

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