Der Entscheid des Obersten Gerichtshofs der USA, das Abtreibungsrecht von 1973 über den Haufen zu werfen, ist nicht nur ein Schlag für die amerikanischen Frauen, sondern auch für das liberale Milieu von Corporate America. Den Unternehmen eröffnet sich ein logistisches und juristisches Minenfeld. Viele Unternehmen haben Gesundheitspläne, welche Behandlungen im Zusammenhang mit der Fortpflanzung und damit auch Abtreibungen abdecken. Was aber tun, wenn die betroffenen Mitarbeiterinnen in Bundesstaaten leben, in denen Schwangerschaftsabbrüche verboten sind?

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Früh lehnten sich die Wall-Street-Banken aus dem Fenster. Citigroup, JPMorgan Chase, Bank of America und Goldman Sachs gaben unmittelbar nach dem Entscheid des Supreme Court bekannt, Mitarbeiterinnen zu unterstützen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen möchten und dies in ihrem Bundesstaat nicht können. «Wir werden unsere Kolleginnen weiterhin unterstützen, so weit uns das rechtlich möglich ist», zitierte «The Guardian» aus einem Memo von Citi-Personalchefin Sara Wechter an die Belegschaft.