Seit Jahren schon wird in der Schweiz über eine drohende Stromlücke diskutiert. Immer mal wieder. Doch nun macht sich zunehmend ein Gefühl der Panik breit. Und der Ernsthaftigkeit. Erstmals könnte die Lage an den Energiemärkten dazu führen, dass die Schweiz im Winter nicht mehr an genügend Importe kommt. Die Notfallprogramme des Bundes werden hochgefahren. Wie ist es dazu gekommen?

Auslöser sind die jüngsten Diskussionen in Europa zum Erdgas aus Russland. Ein Fünftel des von dort importierten Gases wird verstromt. Und das russische Gas lässt sich kurzfristig nicht so einfach durch Gas aus anderen Regionen ersetzen. Derzeit fliesst aufgrund von Wartungsarbeiten kein Gas mehr durch die wichtige Pipeline Nord Stream 1 nach Europa – und es wird befürchtet, dass die Leitung auch nach der Wartung zubleiben könnte. Das würde die Energieversorgung in Europa ernsthaft ins Wanken bringen. 

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