Mehr Heuchelei geht nicht. Am 5. Januar 1993 durfte der Schweizer Exportmanager Hans Bühler das Militärgefängnis in Teheran verlassen, in dem er fast 10 Monate verhört und gefoltert worden war.

Neun Tage nach der Rückkehr lud Crypto-Chef Michael Grupe den langjährigen Mitarbeiter zum «grossen Wiedersehen» ins Personalrestaurant in Steinhausen ein, wie unveröffentlichte Dokumente aus Bühlers Nachlass zeigen. Ab 16 Uhr klirrten die Gläser, hallten Grupes salbungsvolle Worte und bunte Ballon mit «Welcome-Back-Grüssen» klebten an der Kantinendecke.