Bald sind Sommerferien. Nicht für die Kinder, sondern für die zwanzig Mutterkühe und ihre Kälber von Roman Hassler, einem Bio-Bauern in Bündner Donat an der Viamala. Den ganzen Winter über verbrachten sie im Bauernhof. Sie frassen fleissig Heu, das Hassler den Sommer über an den steilen Hängen geemdet hat. Die Menge reichte gerade, um die Kühe und ihre Kälber durch den Winter zu bringen. Doch Ende Mai ist es aufgebraucht. Die Kühe müssen schleunigst raus, hinauf auf die Alpwiesen.

Ein Bauer und zwanzig Kühe und ihre Kälber. Mehr ist nicht möglich, weil das Futter sonst nicht reicht. Der begrenzende Faktor ist das Land: 35 Hektaren Wiese, zum Teil extrem steil. Den Mist und die Gülle verteilt Hassler den Sommer über auf den Weiden. Dieser Dünger hilft, damit das Gras schneller wächst. So entsteht ein Kreislauf an Nährstoffen; das Grundwasser der Region wird nicht belastet.