Chartanalyse ist aufwändig und für Kleinanleger selbst kaum zu schaffen. Immer wieder aber zeigt es sich: Chartanalyse ist mehr als Börsen-Hokuspokus. Knackt nämlich eine Aktie eine bestimmte Hürde im Chart, geht es oft steil und schnell nach oben. Wird so ein zäher Widerstand geknackt, verleiht das oft kräftig Schub.

Warum? Weil viele Anleger, die auf ein Abprallen von einer Marke nach unten gesetzt haben, auf dem falschen Fuss erwischt werden. Sie müssen sich eindecken und den Kursen hinterherlaufen.

Für Anleger, die auf charttechnisch vielversprechende Titel setzen wollen, haben wir ein paar aussichtsreiche Kandidaten für den Ausbruch identifiziert:

Logitech

Nach dem aktuellen Rücksetzer ist Logitech wieder vielversprechend. Vom Allzeithoch Anfang Februar hat die Aktie des Computerausrüsters rund 15 Prozent verloren und klebt jetzt am Widerstand um 90 Franken. Ende Januar war diese Marke schon einmal gefallen und dann ging es mit dem Kurs ganz schnell um 20 Prozent nach oben. Dieses Spiel könnte sich jetzt wiederholen.

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Autoneum

Für charttechnisch orientierte Anleger sind nicht nur Begrenzungslinien interessant, sondern auch psychologische Kursmarken wie etwa volle Hunderter oder Tausender. Trading-orientierte Börsianer nehmen jetzt deshalb Autoneum ins Visier. Die Aktie des Autozulieferers sprintet seit dem Fall des Widerstands um 170 Franken jetzt schnell in Richtung der psychologischen Marke von 200 Franken. Fällt auch diese Hürde, sind bei dem Titel schon kurzfristig sogar wieder 220 Franken drin.

Ascom

Spannend macht es derzeit Ascom. Im Herbst 2018 war die Aktie des Telekomausrüsters innert weniger Monate von 20 auf 15 Franken abgeschmiert und war von dort sogar noch weiter abgerutscht. Jetzt hat sich Ascom aber wieder an diese Hürde herangearbeitet. Klappt nun der Sprung über diese Widerstandszone, könnten bei der Aktie ganz schnell wieder 17, 18 oder auch 20 Franken drin sein.

Meyer Burger

Seit August läuft die Aktie des Solarzellenherstellers wie an einer Schnur nach oben. Der Widerstand bei der psychologischen Marke von 0,50 Franken ist jetzt auch wieder so gut wie erreicht. Fällt diese Hürde, könnte sich die jüngste Kursdynamik sogar noch beschleunigen. Kurse um 0,65 oder gar 0,70 Franken sind noch in diesem Jahr wieder drin.

Swissquote

Keine exorbitant hohen, aber doch angenehme Kursgewinne verspricht die Chartkonstellation bei Swissquote. Die Aktie des Finanzdienstleisters läuft seit zwei Monaten in einer Trading-Range zwischen 100 und 110 Franken und notiert jetzt auf der unteren Begrenzungslinie dieser Handelsspanne. Kurzfristig orientierte Anleger setzen auf einen schnellen Rebound in Richtung 110.

Bucher Industries

Die Aktie des Anbieters unter anderem von Landmaschinen und Fahrzeugen für den kommunalen Einsatz konnte nach dem Fall des Widerstands beim Allzeithoch aus 2018 seit Anfang März deutlich zulegen. Die nächste grosse Kursmarke – die psychologische 500 Franken – ist nicht mehr weit. Anleger nehmen jetzt diese Hürde ins Visier!

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Lastminute.com

Die Aktie des Online-Reisebüros ist gleich doppelt spannend. Zum einen könnte es angesichts des wahrscheinlich nicht mehr weit entfernten Endes der Corona-Lockdowns zu einem Run auf Reisen  kommen, zum anderen hat der Titel jetzt den Widerstand bei 30 Franken erreicht. Schnelle Kursspurts in Richtung 40 Franken sind möglich!

Dormakaba

Vor wenigen Tagen ist die Aktie des Spezialisten für Sicherheitstechnologie nicht nur aus dem Abwärtstrend nach oben ausgebrochen, sondern gleichzeitig auch über die psychologische Marke von 600 Franken gesprungen. Die alten Kurshochs aus Vor-Corona-Zeiten um 700 oder auch 750 Franken könnten bald wieder drin sein.

Clariant

Aus charttechnischer Sicht eine Wette wert ist derzeit ganz sicher Clariant. Die Aktie des Chemiekonzerns hat sich in den letzten Wochen an die obere Begrenzungslinie des Abwärtstrends herangearbeitet. Der Ausbruch könnte kurz bevorstehen zumal dort auch die psychologisch wichtige 20 Franken-Marke liegt. Schnelle Kursgewinne von etwa zehn Prozent sind drin!

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