Guy Parmelin hat die Beschaffung zweier Maschinen zur Produktion hochwertiger Schutzmasken aus China bewilligt.

Dies bestätigte das Wirtschaftsdepartement am Montag Nachmittag. «Der Bund hat zusammen mit dem Kanton Zürich zwei dieser Maschinen bestellen lassen und die involvierten Schweizer Firmen werden sie so rasch als möglich für die eigene Produktion in den Einsatz bringen», sagte Parmelin-Sprecher Urs Wiedmer auf Anfrage der «HZ».

Laut Quellen finanzieren die Eidgenossenschaft und der Regierungsrat des Kantons Zürich je eine Maschine. Andere Länder, darunter die USA, seien ebenso daran interessiert gewesen, diese Geräte zu erhalten.

Jetzt haben Parmelin und Zürich diese Nachfrage-Konkurrenz ausgestochen. Dossierverantwortlicher für die chinesischen Offerte ist der persönliche Mitarbeiter Parmelins, Gabriel Lüchinger. Er berät den Wirtschaftsminister in der Aussenpolitik.

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Wirtschaftsminister Guy Parmelin bewilligte die Maschinen. Einen Partner fand er im Kanton Zürich.

Quelle: keystone-sda.ch

Es handelt sich um die Masken des Typs FFP2. Sie werden auch in Spitälern verwendet. Der Vorrat dieses Typs ist knapp. Laut Armeesprecher Daniel Reist sind nur noch 2 Millionen Stück vorhanden.

Der Import wird durch die Ostschweizer Maschinenfabrik Autefa möglich. Sie baut Maschinen für Fliessstoffe und gehört einem chinesischen Konzern. Dieser musste auf Befehl der chinesischen Regierung vor einigen Wochen zehn Maschinen entwickeln.

Zwei davon werden jetzt in die Schweiz geliefert. «Wir erwarten, dass sie bis vor Osten eintrifft», sagt Autefa-Chef Andé Imhof. Sie werden rund 1.5 Millionen Franken kosten. 

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Die chinesische Maschine, die für die Schweiz bestimmt ist, ist 10 Meter lang.

Quelle: ZVG

Der Output ist beeindruckend. Die Schweiz wird in der Lage sein, 80'000 Masken pro Tag herzustellen. Eine Maschine ist rund 10 Meter lang, 1.5 Meter breit. Dies entspricht ungefähr der Bodenfläche eines Schlafzimmers.

Den Auftrag, Masken zu produzieren, hat die St. Galler Firma Flawa erhalten. Sie ist auf Hygiene- und Körperpflege spezialisiert. Und obwohl eine private Firma, wird sie nur dem Bund und dem Kanton Zürich liefern dürfen. Dass der Staat exklusiver Abnehmer ist, war eine Bedingung Chinas zur Bewilligung des Exports.

In China ist die Produktion im Zuge der Coronakrise extrem erweitert worden. Das Land habe derzeit die Kapazität von 1.3 Milliarden Masken pro Tag (!) aufgebaut, sagte Autefa-Chef Imhof. Eine Investition von strategischer Bedeutung in Zeiten von Pandemien.