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Skigebiet
Andermatt setzt auch künftig auf dynamische Preise

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Das Skigebiet konnte die Skitage von 316’575 um 4,2 Prozent auf 329’898 steigern.Quelle: Keystone

Skigebieten liefern sich einen Preiskampf, um Gäste anzulocken. Für Andermatt ist die Strategie mit dynamischen Preisen ein Erfolg.

Von Bastian Heiniger
am 05.04.2018

Die Skigebiete liefern sich einen unerbittlichen Preiskampf. Als erstes preschten die Bergbahnen Saas-Fee vor mit einem Billig-Saisonabonnement für 222 Franken. Andere zogen nach. Die Ski-Arena Andermatt setzte diese Saison erstmals auf dynamische Ticketpreise. Diese berechnen sich je nach Wochentag, Saisonalität, Vorausbuchungszeitraum und Wetterverhältnissen laufend neu. Eine Strategie, die offenbar aufgeht.

«Wir werden das Modell mit dynamischen Preisen beibehalten», sagt Stefan Kern, Sprecher von Andermatt Swiss Alps, auf Anfrage. Das Skigebiet konnte die Skitage von 316’575 um 4,2 Prozent auf 329’898 steigern. Der Umsatz kletterte um 6,8 Prozent auf mehr als 14 Millionen Franken.

700 Prozent Wachstum

Wie viel konkret die dynamischen Preisen zum Umsatzwachstum beitrugen, weist das Skigebiet nicht aus. Bekannt gibt Andermatt Swiss Alps hingegen, dass dank des neuen Preissystems die Online-Buchungen um 700 Prozent zunahmen. Profitieren konnte Andermatt besonders dank vermehrten Vorausbuchungen. Im Schnitt reservierten die Gäste 12 Tage im Voraus – in anderen Gebieten ohne dynamischen Preisen liege der Durchschnitt bei 2,5 Tagen.

Ein Erfolg ist das Modell auch für den Ticketanbieter Ticketcorner, der das neue Preissystem gemeinsam mit der Skiregion Andermatt-Sedrun eingeführt hat: «Da immer häufiger auch Mehrtageskarten online gebucht werden, liegt der Durchschnittsertrag für die Bergbahn gegenüber dem letzten Skiwinter um 40 Prozent höher», heisst es in der Mitteilung.

Tageskarte ab 37 Franken

Dieser Erfolg freut auch Silvio Schmid, CEO der Skiarena Andermatt-Sedrun: «Unsere Gäste haben das dynamische Preismodell rasch akzeptiert und problemlos verstanden. Die steigende Frühbucherquote und der überdurchschnittliche Zuwachs an Online-Skitickets bestätigen, dass wir gemeinsam mit Ticketcorner die richtige Preisstrategie entwickelt haben».

Zufrieden scheinen mit dem Angebot auch die Gäste, besonders die Frühbucher: Sie profitieren analog zu Flug- oder Hotelbuchungen von günstigen Angeboten und konnten die Tageskarte online bereits ab 37,00 Franken ergattern. In anderen Gebieten zahlt man für eine Tageskarte das Doppelte.

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