Herr Schwark, Sie arbeiten für Swissgrid, um das Stromnetz zu regeln. Und Sie sind der «Mister Strom- und Gasmangel» des Bundes – im Nebenamt. Das klingt anspruchsvoll.

Bei drohendem Strom- oder Gasmangel macht die Wirtschaftliche Landesversorgung (WL) dem Bundesrat Vorschläge, wie der Mangellage beizukommen sei. Der Bundesrat beschliesst Verordnungen, wir sind dessen rechter Arm. Die WL ist bewusst eine Milizorganisation aus den Reihen der Wirtschaft.

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Konkret: Sie entwerfen den Text der Verordnung, die zu einer Strom- oder Gaskontingentierung führt. Der Bundesrat beschliesst sie dann und sie wird so zum Gesetz, korrekt?

Richtig. Formell stellt der Delegierte für wirtschaftliche Landesversorgung, Werner Meier, den Antrag an den Bundesrat. Ich bin ihm zur Hand als Bereichsleiter Energie. Zu meiner Verantwortung gehört die ausreichende Versorgung mit Strom, Gas, Öl, Holzenergie und Trinkwasser in Notlagen.