Der zur dänischen Nets-Gruppe gehörende Zahlungsabwickler Concardis übernimmt die Schweizer Tochtergesellschaft der niederländischen CCV-Gruppe. Gemeinsam wolle man künftig in der Schweiz unter der Marke Nets auftreten, teilt Nets am Freitagmorgen mit (die HZ berichtet darüber).

Concardis und CCV stehen im Schweizer Geschäft um die Abrechnung von Kreditkartenzahlungen einem übermächtigen Konkurrenten gegenüber. Selbst kommen die beiden Firmen gemeinsam auf einen Marktanteil von etwa 15 Prozent. 70 bis 80 Prozent des freien Marktes dagegen werden von Worldline SIX beherrscht, an welcher die Schweizer Börsenbetreiberin SIX Group beteiligt ist.

Im Interview mit der HZ sagt Robert Hoffmann, CEO von Concardis und Leiter des Bereichs Merchant Services von Nets, wie er auf diese Übermacht reagieren will.


Herr Hoffmann. Was bedeutet die Übernahme von CCV Schweiz für ihre Marktposition?
Genaue Zahlen zum Marktanteil nennen wir nicht. Mit der Concardis Schweiz AG sind wir bereits heute die klare und starke Nummer zwei im Schweizer Paymentgeschäft. Und unser Ziel ist es, unsere Präsenz mit der Integration der Concardis Schweiz und der CCV Schweiz zu festigen und auszubauen. Beide Unternehmen ergänzen sich strategisch hervorragend. Der Schwerpunkt der Concardis Schweiz AG liegt hauptsächlich auf dem Acquiring. CCV Schweiz bietet vor allem Kartenterminals und damit verbundenen Dienstleistungen an.