Es ist verständlich, wenn die erste Reaktion verhalten ist: Da wird einem von aussen signalisiert, man habe analoges Fett angesetzt. Es werde Zeit für eine grundsätzliche Umstellung der Ernährung, und es seien jede Menge sportliche Übungen angesagt. Das braucht anfangs etwas Mut und Überwindung.

 

Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte stehen bei den Stichworten Digitalisierung, Transformation, Disruption, Innovation vor drängenden Fragen: Wie pack ich das an? Habe ich die richtigen Leute, gute externe Berater, gibt es Vorbilder, lohnt sich die Übung am Ende? Und: Bin ich nicht fast zu spät und stecke lieber den Kopf in den Sand? Die klare Antwort lautet nein. Die Konkurrenz ist oft weniger weit, als man befürchtet. Wie beim Trainieren werden sich nicht sofort Erfolge einstellen. Aber ist man erst auf dem Laufband, kommen die Endorphine.

 

Eltern kennen das Gefühl: Die eigenen Kinder bringen einen dazu, alte Gewohnheiten über Bord zu werfen, bringen einen auf neue Ideen. Man lernt Twitter von Whatsapp unterscheiden und wirft einen Blick auf Computerspiele. Die Rolle der Kinder spielen bei der Transformation des eigenen Geschäfts die Startups: Sie fühlen sich in dieser Umgebung wohl, für sie sind alte Prozesse fast schon ein Fremdkörper. Ihnen müsste man den Fax oder den Matrizendrucker erst erklären.

 

Wichtig bei der digitalen Innovation ist der Blick aufs Ganze: Es macht keinen Sinn, nur einzelne Abteilungen oder Produkte umzubauen. So wie es keinen Sinn macht, nur Hantelübungen für die Arme zu machen und sich über lokale Muskeln zu freuen. «Silos aufbrechen» nennen das IT-Fachleute: Einzelsysteme werden zu einem neuen Ganzen zusammengefügt. Das ist auch der Ansatz der deutschen Geschäftssoftware-Herstellerin SAP: Es geht um den Überblick über das Ganze.

 

Stichwort SAP und Startups: Der SAP Campus Basel 2019 am 3. und 4. April mit seinem Tagungsmotto «Explore the Future of Intelligence» lässt breiten Raum für die jungen Wilden. Es ist eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Managern und Unternehmern sowie vielen Experten auszutauschen und an den Vorträgen und Workshops zu hören, wie es anderen bei der Transformation geht. Blitzblanke Heldengeschichten muss man dabei nicht befürchten. Und es geht auch nicht darum, am Ende SAP-Software einzusetzen. Obwohl es natürlich kein Zufall ist, dass fast jedes Grossunternehmen SAP im Einsatz hat. Nein, in Basel geht es nicht um Produkteabverkauf, sondern um den «Spirit». Denn Veränderung beginnt im Kopf.

 

 

 

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