Guido Fluri ist als Kopf hinter der Wiedergutmachungs-Initiative für Verdingkinder bekannt. Fluri ist aber eigentlich kein Politiker, sondern Unternehmer – und auch dort erfolgreich. Der gebür­tige Oltner aus einfachen Verhältnissen hat mit Immobilien ein Vermögen geschaffen.

Den Grundstein dazu legte er bereits in jungen Jahren: Das erste Grundstück erstand er als Zwanzigjähriger, wie er auf seiner Website verrät. Über die Jahre kam in seiner Fluri Real Estate ein umfangreicher Gebäudepark zusammen.

Swiss Life zahlt 360 Millionen

Nun hat sich der Selfmade-­Millionär von der Mehrheit seiner Liegenschaften getrennt. Der Versicherer Swiss Life zahlte für die Immobilien «an städtischen Toplagen» 360 Millionen Franken. Um was für Bauten es sich handelt, gibt Fluri nicht bekannt. Er habe auch mit Blick auf den gesättigten Markt beschlossen, sein Portefeuille zu bereinigen – «das Bauchgefühl spielte dabei ebenfalls eine Rolle», schreibt Fluri.

Nach Abzug von Hypotheken und ­Steuern verbleibt ihm ein Erlös von 186 Millionen Franken. Dieses Geld will der Geschäftsmann nun in neue Projekte stecken. Fluri beteiligt sich demnach über seine GF Group Holding an Startups. Unter anderen ist er bei der Softwarefirma Starmind und bei Mindfire, ­einem Unternehmen für künstliche ­Intelligenz, investiert sowie an einem E-Sports-Projekt.

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Fluri spendet Geld für gute Zwecke

Ein Teil der Millionen von Swiss Life kommen aber auch seiner Stiftung zugute. Fluri engagiert sich nämlich nicht nur für Menschen mit ­einer schwierigen Kindheit. Er kämpft mit der Stiftung gegen Hirntumore und ­Gewalt an Kindern und fördert die ­Integration von an Schizophrenie ­Erkrankten.