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Blockchain
Die Cardano-Stiftung in Zug ist wieder auf Kurs

Cardano Meetup in Seoul
Cardano-Meetup in Seoul: Gründer Charles Hoskinson erklärt die Zukunft.Quelle: Youtube

Beim Blockchain-Projekt Cardano geht der umstrittene Stiftungspräsident von Bord. Nun soll Ruhe einkehren.

Von Marc Badertscher
am 16.11.2018

Nach wochenlangen Querelen kam es diese Woche zur Einigung hinter den Kulissen: Der umstrittene Stiftungspräsident Michael Parsons verlässt die Cardano-Stiftung in Zug. Damit dürfte sich die Stiftung künftig wieder stärker um die Förderung des Blockchain-Projekts kümmern als unter Parsons. Das jedenfalls kündigt die Stiftung an. Die Cardano Foundation gab am Freitag zudem bekannt, dass die Leitung ordnungsgemäss an Pascal Schmid übergegangen und das Stiftungsvermögen vollumfänglich gesichert sei.

Die Stiftung soll laut Insidern über Vermögen von rund 60 Millionen Dollar verfügen, das meiste davon in Bitcoin und der Cardano-eigenen Währung Ada. Cardano ist wie Etherum eine globale Plattform, auf der künftig Apps laufen sollen, die mit Kryptowährungen, Token und digitalisieren Rechten umgehen können. Noch befinden sich die meisten solcher Plattformen in Entwicklung. Konkrete Anwendungen für Konsumenten gibt es erst wenige. Ob sich die Technologie bewährt, wird sich erst in einigen Jahren zeigen.

Neue Stiftungsräte gesucht

Zum Eklat bei Cardano war es gekommen, nachdem die Chefentwickler und Gründer von Cardano dem bisherigen Stiftungsratspräsidenten Parsons vorgeworfen hatten, zu wenig für das Projekt zu leisten. Zudem wurde befürchtet, dass zu viele Gelder ohne positive Wirkung für das Projekt aus der Stiftung abgeflossen seien. Die Eidgenössische Stiftungsaufsicht war informiert.

Jetzt scheinen alle Streitereien beigelegt. Rechtliche Konsequenzen soll es keine geben, heisst es aus dem Umfeld der Stiftung. Vielmehr will sich die Stiftung unter Pascal Schmid nun daran machen, den Stiftungsrat mit neuen Kräften zu ergänzen.

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