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Uhrenindustrie
Die zehn beliebtesten Uhren der Schweiz

Omega Speedmaster
Die Nummer 1 der Schweiz auf Chrono24: die Omega Speedmaster.Quelle: Getty Images

Rolex und Omega dominieren die Top 10 der in der Schweiz beliebtesten Uhren auf Chrono24. Seiko schafft überraschend den dritten Platz.

Marcel Speiser
Von Marcel Speiser
am 04.12.2018

Smartwatches hin oder her: Auch im Jahr 2018 erfreuen sich mechanische Uhren grösster Beliebtheit. Aber: Sind es die Neuheiten der letzten Baselworld, die das Uhrengeschäft prägen? Oder sind es andere Zeitmesser? Möglicherweise Vintage-Modelle aus längst vergangenen Tagen?

Chrono24, der global grösste Online-Marktplatz für Luxusuhren, hat den Markt 2018 analysiert. Die Zahlen des Unternehmens mit Sitz im deutschen Karlsruhe haben Gewicht: Die Internet-Seite verzeichnet monatlich 12 Millionen Besucher, hat über 400'000 Uhren auf der Seite und dürfte 2018 auf ein Transaktionsvolumen von rund 1,3 Milliarden Euro kommen. Kurz: Die Analyse von Chrono24 kann durchaus für sich in Anspruch nehmen, repräsentativ zu sein.

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Rolex ist das Mass aller Dinge

In der Schweiz ist die Sache klar: Rolex ist das Mass aller Dinge. Nicht weniger als sechs von zehn der unter Schweizer beliebtesten Uhren stammen von Rolex (siehe Bildergalerie unten).

Auf dem Podest allerdings herrscht Vielfalt. Gold holt sich das Modell «Speedmaster» von Omega, Silber die Rolex «Datejust» und Bronze die «Prospex» des japanischen Herstellers Seiko. Es ist das einzige Modell in den Top 10, das nicht aus der Schweiz kommt.Auf Rang 7 schafft es mit dem «Pilot Chronograph» auch eine IWC.

Die zehn beliebtesten Uhren der Schweiz

Rolex Daytona
IWV Pilot Chronograph
Omega Seamaster Diver
Rolex GMT Master
Rolex Day Date
Omega Speedmaster Professional Moonwatch
Rolex Datejust
Seiko Prospex
Seiko Prospex
Rolex Lady Datejust
Rolex Daytona
1|10
Rang 1: Omega Speedmaster Professional Moonwatch.
Quelle: ZVG

Chrono24-Chef Tim Stracke sagt: «Wir erleben eine Rückbesinnung auf handwerkliche Uhrmacher-Kunst.» Das Tragen von mechanischen Uhren sei im digitalisierten Alltag so etwas wie «Ausdruck persönlicher Gelassenheit».

Stracke sieht sein Urteil insbesondere durch das rasante Wachstum von Vintage-Uhren aus der Zeit zwischen 1940 bis 1989 bestätigt. Auf seinem Marktplatz sei die Nachfrage nach Vintage-Modellen in den letzten fünf Jahren um 160 Prozent angestiegen. Insbesondere gefragt seien alte Taucheruhren. Die Nachfrage in diesem Segment habe sich versechsfacht.

Secondhand ist ein gigantischer Markt

Stracke glaubt, dass die Nachfrage nach alten Zeitmessern weiterhin rasant zulegen wird. «Wir sehen hier global ein jährliches Volumen von rund 15 Milliarden Euro oder knapp 17 Milliarden Franken.» Zum Vergleich: 2017 hat die Schweizer Uhrenindustrie Zeitmesser im Wert von rund 20 Milliarden Franken exportiert.